SPD vor Ort



Logo


Facebook

Aktuelles

Ein Anfang ist gemacht!...

Ganz im Sinne der Forderungen unserer Fraktion in der BVV tut sich was in puncto Eind...

Jugendgefährdende Shis...

Die SPD-Fraktion der BVV Marzahn-Hellersdorf bringt den Unmut des Nordmarzahner Kieze...

Gefährdete Ämter mit ...

Vor dem Hintergrund jüngster Attacken auf Mitarbeiter des Ordnungsamtes erscheint de...

Sicher einkaufen im „...

Dass kriminelle Jugendgangs an und in der Marzahner Shopping-Mall „EASTGATE“ ihr ...

Links

Berliner Tschechow Theater erhalten – Kultur in Marzahn Nord eine Perspektive geben

Datum: 19. März 2019 | Kategorie: Aktuelles, Anträge, Ausschuss für Kultur und Weiterbildung

Das Berliner Anton-Tschechow-Theater ist eine wichtige und etablierte Größe in der Marzahn-Hellersdorfer Kulturlandschaft. Seit vielen Jahren bereits engagiert sich das kleine Theater-Team im Marzahner Norden und offeriert Kulturangebote für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. 

Seit geraumer Zeit jedoch steht das Tschechow-Theater vor einer ungewissen Zukunft. Wurde das Theater über viele Jahre durch das Programm „Soziale Stadt“ finanziert, läuft diese finanzielle Unterstützungsmöglichkeit Ende des kommenden Jahres aus. Wie es mit der Finanzierung der Kultureinrichtung danach weiter gehen soll, ist derzeit ungewiss. 

Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf verfolgt bereits seit einigen Jahren die Entwicklung des Theaterstandortes in der Havemann Straße: Konzerte auf dem Barnim Platz, Theaterkurse, Tanzunterricht oder Lesungen für Menschen allen Alters erfreuen sich hier ihrer stetigen Beliebtheit. Derzeit werden nur ca. 14 Stunden Wochenarbeitszeit finanziert – auskömmliche Kulturangebote für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils können unter diesen Rahmenbedingungen nicht oder nur unter erschwerten und prekären Bedingungen stattfinden. 

Die Fortführung des Berliner Tschechow-Theaters als ausgewiesene Kulturstätte ist der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf eine besondere Herzensangelegenheit. Kulturangebote dürfen nicht am Berliner S-Bahnring Halt machen sondern haben auch in den Außenbezirken ihre Berechtigung. Die SPD engagiert sich für eine dezentrale Kulturversorgung in allen Marzahn-Hellersdorfer Stadtteilen, auch in Marzahn Nord. 

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Fraktionsübergreifende Drucksache:

Sofortige Rettung des Berliner Tschechow-Theaters im Jahr 2019

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird ersucht, dem Berliner Tschechow-Theater im Rahmen der Haushaltsdurchführung 2019 30.000,00 Euro zum Betreiben der Kulturstätte zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Mitteln soll die Einrichtung 2019 personell abgesichert werden. Ein Zuwendungsvertrag zwischen dem Bezirksamt und dem Träger des Hauses ist abzuschließen.

Das Bezirksamt wird dazu ersucht, im ersten Quartal 2019 nicht ausgegebene Personalmittel entsprechend umzuwidmen.

Begründung:


Das Berliner Tschechow-Theater ist eine wichtige Kultureinrichtung der Großregion Marzahn. Viele Marzahn-Hellersdorfer/-innen kennen die Einrichtungen durch eigene Besuche oder Veranstaltungen im Quartier Marzahn Nord.

Die derzeitige Situation des Berliner Tschechow-Theaters im Marzahner Norden gestaltet sich katastrophal. Seit dem Verstetigungsprozess des vor Ort ansässigen Quartiersmanagements ist die Förderung über das Instrument der Sozialen Stadt sukzessiv zurückgegangen. Finanzielle Kompensationen stehen im Bezirk nicht in Aussicht. Sind andere Einrichtungen aus dem Quartier bereits in die Regelfinanzierung des Bezirksamtes übernommen worden, gibt es für das Tschechow-Theater bisher keinerlei Bestrebungen.

Der Kulturbetrieb wird aktuell mit 13 Wochenarbeitsstunden am Leben gehalten. Dem Bedarf aus der Bevölkerung kann damit nicht einmal ansatzweise Rechnung getragen werden. Die jahrelang erfolgreiche Kulturarbeit mit Menschen aus dem Stadtteil zerbricht. Nur unter großen, vor allem ehrenamtlichen, Anstrengungen können Ziele der Arbeit vor Ort noch erreicht werden.

Die Einrichtung und das vor Ort arbeitende Team benötigen dringende Unterstützung aus der Kommunalpolitik. Mit diesem Antrag soll aufgrund der Dringlichkeit zunächst nur der Betrieb im laufenden Jahr gesichert werden. Ein Antrag zur Zukunft der Einrichtung folgt in den kommenden Monaten als überfraktionelle Drucksache durch den Ausschuss für Kultur und Weiterbildung.