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SPD Fraktion engagiert sich für ein Freibad in Marzahn-Hellersdorf Aktuelle Informationen!

Datum: 8. Juli 2020 | Kategorie: Aktuelles, Ausschuss für Sport

Ein Freibad für Marzahn-Hellersdorf

Das Thema rund um den Neubau des Freibads in Marzahn-Hellersdorf ist in aller Munde, das hängt sicherlich auch mit dem hervorstehenden Hochsommer zusammen. Die SPD-Fraktion setzt sich seit Jahren für den Bau eines Freibads im Bezirk ein und treibt das Thema unnachlässig voran. Das Freibad wird jedoch nicht nur von den Mitglieder der BVV genutzt, sondern von allen Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk. Daher setzt sich die SPD-Fraktion dafür ein, das Thema Bürger/-innenbeteiligung größer zu schreiben.

Vor und Nachteile der drei angedachten Standorte

Biesdorfer Baggersee: Eine bereits genutzte und bekannte Badestelle. Auch wenn hier das Baden offiziell verboten ist, wird es zumindest geduldet. Die Variante Badeschiff ließe sich mit den Einschränkungen der Wasserqualität vereinbaren, wäre zudem innovativ und relativ kostengünstig und ohne größere bauliche Veränderungen. Problem an dem Standort wäre, dass er relativ klein ist, in einem Gebiet mit direkter Anwohnerschaft (Lärmschutz) liegt und wenig zentral im Bezirk gelegen.

Biesdorfer FriedhofswegDer „einfachste“ der drei Standorte. Gute, zentrale Lage, mit Rad, Bus, U-Bahn, S-Bahn und Auto erreichbar mit direkter Anbindung an Lichtenberg. Keine direkte Anwohner/-innenschaft und viel Platz auf grüner Wiese ohne größere Naturschutzvorbehalte. Nachteil: Wenig innovativer Standort und vor allem aus der Großsiedlung Marzahn schlecht oder nur umständlich zu erreichen. 

Jelena- Santic-Park: Der innovativste und „romantischste“ Standort. Zentrale Lage für beide Großsiedlungen und Anschluss an die U-Bahn nach Lichtenberg. Verbindung und Synergieeffekte zu den Gärten der Welt möglich. Die Parkplatzanlage ist bereits vor Ort nutzbar und muss nicht mehr gebaut werden. Eine Einpassung in den Berg würde architektonisch sicher ein Highlight des Bezirks werden und einen optischen Mehrwert schaffen, der diesen Standort einzigartig macht. Nachteil: hier wäre, im Gegensatz zum Friedhofsweg nur eine 25 m Schwimmhalle möglich. Naturschutzbelange und eine nahe Anwohner/-innenschaft stellen zumindest Planungsrisiken dar.   

Standortentscheidung

Bis zum heutigen Tag gibt es von der BVV keine offen geäußerte Präferenz eines Standortes; diese ist aber notwendig, um den Planungsprozess voranzutreiben. Durch den Vorstoß der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf findet am 24. August 2020 auf einer öffentlichen Sondersitzung (Raum und Zustimmung noch offen) statt. Ziel dieser Sitzung ist, über die drei Standorte zu diskutieren. Es braucht eine zeitnahe Entscheidung, an der die Bürger/-innen beteiligen werden, damit das Bezirksamt entsprechend planen kann.  

Wie geht es nach der Standortentscheidung weiter?

Wenn ein geeinter Standort gefunden wurde, wird die SPD-Fraktion das Bezirksamt auffordern, sich gegenüber dem Land um eine entsprechende Finanzierung zu kümmern. Hier müssen Vorplanungsmittel beantragt werden, auch eine Berücksichtigung in der Haushaltsplanaufstellung für nächsten Doppelhaushalt 2022-2023 ist dringend geboten. Ob diese Mittel gewährt werden, ist vor allem eine politische Frage, welche sich als schwierig erweisen könnte, da der Bezirk Lichtenberg neben dem Freibad am Orange See ebenfalls ein weiteres eigenes Freibad drängt. 

Der SPD-Fraktion ist es daher wichtig, bei dem Anliegen „Ein Freibad für Marzahn-Hellersdorf“ fraktionsübergreifend zusammenzuarbeiten. Eine Einigkeit unter den Parteien der BVV Marzahn-Hellersdorf ist relevant, um die Position des Bezirks gegenüber dem Land nicht zu schwächen. Um eine realistische Chance auf die Mittel zu haben, müssen sich alle Parteien im Bezirk für einen gemeinsamen Standort stark machen. Alleingänge wie die von Mario Czaja (CDU) sind absolut kontraproduktiv.

Zeitplan bis zur Eröffnung 

Eine Frage, die viele Bürger/-innen interessiert: Wann darf in dem neuen Freibad erstmals gebadet werden? Diese Frage lässt sich pauschal vermutlich nicht beantworten. Gemäß der Standortentscheidung, müssen zunächst die finanziellen Mittel akquiriert werden. Eine konkrete Zusage des Senats gibt es dafür noch nicht. Sobald die Finanzierung gesichert ist, dauert es aus Sicht der SPD-Fraktion sicher noch drei Jahre bis zum Baubeginn. Die lange Planungsdauer erklärt sich durch die massiven Eingriffe in die Natur und den Verkehr, die zur Realisierung des Freibades notwendig sind.

Ausstattung des zukünftigen Freibads 

Einen Überblick dazu können Sie der Machbarkeitsstudien zu Freibadstandorten im Bezirk Marzahn- Hellersdorf. entnehmen. Je nach Umsetzungsmöglichkeit (Freibad oder Kombibad) verändert sich die Antwort. Am realistischsten scheint aus Sicht der SPD-Fraktion aktuell ein Kombibad, da dies vom Land als Voraussetzung für ein Freibad definiert wurde, damit die Wirtschaftlichkeit durch die angeschlossene Schwimmhalle und Saunabereiche steigt.

Kosten des Freibads und wer würde dies finanzieren?

Die Kosten belaufen sich auf grob geschätzt zwischen 15 und 35 Millionen Euro. Mit Blick auf diese enorme Summe sollte die Finanzierung vom Land Berlin übernommen werden. Der Bezirk verfügt nicht einmal ansatzweise über diese Mittel. Hier gilt das Subsidiaritätsprinzip: das bedeutet was der Bezirk selbst bewerkstelligen kann, macht er aus. Wo die Mittel nicht ausreichen, muss das Land einspringen. Das Bezirksamt wartet derzeit auf die Mittel, das es zunächst für die weitere notwendige Planungsleistungen benötigt.

Warum brauchen wir ein Freibad für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf?

Marzahn-Hellersdorf ist der einzige Bezirk im Land Berlin, der über kein Freibad verfügt. 270.000 Einwohner/-innen – so groß wie die Landeshauptstadt von Hessen, Wiesbaden – und kein eigenes Freibad. Das bedeutet ein eklatantes Defizit in diesem wichtigen Bereich der sozialen Infrastruktur. Um das ein wenig zu versinnbildlichen : Es ist als hätte der Bezirk keine Eisdielen, keine Kinos oder Sportplätze und die Einwohner/-innen müssen dafür 40 Minuten und mehr in die Nachbarbezirke reisen. 

Nachweislich verlassen viele Kinder, Jugendliche und Familien so gut wie nie den Bezirk. Laut der Aussage von unterschiedlichen Jugendeinrichtungen waren ein Teil ihrer Besucher/-innen noch nie am Alexanderplatz oder in Lichtenberg.  Für all jene, die wenig mobil sind, bedeutet kein Freibad eine Einschränkung im guten, glücklichen Aufwachsen im Vergleich zu Familien der anderen Berliner Bezirke. Gerade vor dem Hintergrund der Debatten, dass die Außenbezirke vernachlässigt würden, wäre die Entscheidung ein wichtiges Signal des Landes, dass es egal ist, wo man wohnt. Jede und jeder hat hier gleich gute Chancen aufzuwachsen und die wichtigsten Bedarfe wohnortnah zu stillen. 

SPD-Fraktion will die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 

Die SPD-Fraktion spricht sich für eine aktive Beteiligung der Bürger/-innen aus. Insbesondere Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Handicap sollen berücksichtigt werden. Parallel sammelt die SPD-Fraktion weiterhin Vorschläge von Marzahn-Hellersdorfer Bevölkerung. Ihre Ideen, Wünsche und Kritik können Sie gerne per Mail an freibad@spd-fraktion.net senden.

Gemeinsam mit Ihnen, für ein Freibad für Marzahn-Hellersdorf!