Bäume sterben in Marzahn-Hellersdorf – Unser Bezirk ist erneut digitales Schlusslicht!

Vor einem Jahr wurde das Projekt „Gieß den Kiez“ ins Leben gerufen. Die Hauptaufgabe ist die Information der Bürgerinnen und Bürger über die Notwendigkeit der Bewässerung des städtischen Grüns. Das Bezirksamt muss noch vor Beginn des Frühjahrs sicherstellen, dass alle Bäume im Bezirk digitalisiert sind.  Diese Daten müssen anschließend den Betreibenden des Projekts zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann ein erneutes Sterben der Bäume in Berlin verhindert werden!

Die Niederschlagsmengen der vergangenen Frühlinge und Sommer waren zu gering. Insbesondere die langen und trockenen Sommer stellen eine Herausforderung für das Berliner Ökosystem dar. In Marzahn-Hellersdorf gibt es circa 102.000 Bäume – damit ist der Bezirk im berlinweiten Vergleich einer der Spitzenreiter. Gleichzeitig plagen die bezirklichen Bäume auch große Probleme: Baumschwund durch Trockenheit oder parasitären Befall. Allein in den Jahren 2016 und 2017, sind über 1632 Bäume eingegangen. 

Das Bezirksamt hat im Frühjahr 2020 die Bevölkerung zur Unterstützung in der Bewässerung der Bäume aufgerufen. Leider blieb die Begleitung der Umsetzung unkoordiniert. 

Bürgerbeteiligung fördern – Bäume schnell digitalisieren!

„Durch das Projekt Gieß den Kiez wird eine koordinierte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Dem Bezirksamt wird eine fertige und funktionierende Möglichkeit zur Verfügung gestellt die Bewässerung unseres Straßengrüns zu garantieren. Es wäre aus unserer Sicht fahrlässig diese Möglichkeit nicht zu nutzen“, sagt Luise Lehmann, Mitglied der SPD-Fraktion. 

Das Straßen- und Grünflächenamt teilt in der Beantwortung einer Großen Anfrage mit, dass zwar ein Großteil der Anlagenbäumen in Grünanlagen und Straßenbäume analog erfasst ist, die Digitalisierung allerdings noch nicht flächendeckend vorgenommen ist. Konkret heißt es dazu: „Die Digitalisierung der Baumstandorte konnte aufgrund fehlender personeller und finanzieller Kapazitäten in der Vergangenheit nur schleppend erfolgen. Seit 2020 stehen dem FB Grün hierzu finanzielle Mittel zur Verfügung.“

„Es ist sehr schade, dass die Digitalisierung verschleppt worden ist. Nun stehen dem Fachbereich Grün endlich seit 2020 Mittel zur Digitalisierung zur Verfügung stehen. Jetzt liegt es aber an dem Straßen- und Grünflächenamt der Digitalisierung aller Bäume in Bezirk oberste Priorität einzuräumen, damit eine koordinierte und flächendeckende Bewässerung im kommenden Sommer möglich ist“, so Lehmann abschließend.



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