Bahnhöfe im Bezirk selten barrierefrei

Parteiübergreifend gibt es Kritik daran, dass nur wenige Bahnhöfe im Bezirk barrierefrei sind. Ein Landesprogramm soll nun auch in Marzahn-Hellersdorf angewendet werden.

Wer auf den Rollstuhl angewiesen ist oder mit dem Kinderwagen mal eben rüber zum S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße will, hat ein Problem: Nur über eine Treppe und eine Unterführung gelangen Fahrgäste auf den Bahnsteig. Ohne fremde Hilfe schafft es niemand zu den Zügen der S-Bahnlinie 7.

Der S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße ist da kein Einzelfall, ganz im Gegenteil: Fast alle U- und S-Bahnhöfe in Marzahn-Hellersdorf erfüllen derzeit nicht das Prädikat „barrierefrei“. So ist entlang der U-Bahnlinie 5 lediglich die Station „Kienberg – Gärten der Welt“ über einen Aufzug für die Fahrgäste erreichbar. Alle anderen Haltepunkte hingegen stellen für Menschen mit körperlichen Behinderungen oder Einschränkungen wahre Hürden dar.

„Die Situation an unseren Bahnhöfen im Bezirk ist katastrophal“, erklären die Mitglieder der SPD-Fraktion. Obwohl ab 2022 in Berlin der gesamte Öffentliche Personennahverkehr vollständig barrierefrei sein soll, gebe es derzeit in Berlin nur 134 von 173 Bahnhöfen, die dieses Kriterium erfüllen.

Ab dem 01.01.2022 ist es in Berlin per Gesetz Pflicht, „eine vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV zu erreichen“, heißt es. Insgesamt verfügen aber nur 134 der 173 Berliner U-Bahnhöfe über einen oder mehrere Fahrstühle. Auf der Grundlage eines SPD-Antrages wurde beschlossen, dass eine Übersicht erstellt wird, aus der hervorgeht, welche Stationen welche Kriterien in Sachen Barrierefreiheit erfüllen.

Auf Initiative der CDU-Fraktion sowie mit Unterstützung von SPD und Die Linke wurde zudem beschlossen, dass berlinweite Pilotprojekt „Barrierefreie Mobilität“ auf die Bahnhöfe der U-Bahnlinie 5 auszuweiten. „Auch in Marzahn-Hellersdorf sind die U-Bahnhöfe mit Ausnahme der Station Kienberg nicht barrierefrei. Die hier vorhandenen Rampen entsprechen aufgrund ihrer Steigung nicht den geltenden DIN-Normen“, heißt es. Die vorhandenen Rampen in den Bahnhöfen der U5 sind daher für viele mobilitäts­behinderte Menschen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind, schlicht viel zu steil.

„Vor diesem Hintergrund ist der geplante Start eines Pilotprojekts auf der Linie 5, wonach zukünftig eine alternative Beförderung mit per App und Telefon rufbaren Kleinbussen möglich sein wird, zu begrüßen.“ Dieses Angebot solle jedoch vorerst nur zwischen den Stationen Frankfurter Allee und Tierpark bereitstehen. „Diese Planung des Senats und der BVG ignoriert leider die nicht barrierefreien U-Bahnhöfe und das Mobilitätsbedürfnis der Menschen in Marzahn-Hellersdorf weiterhin vollständig“, erklären die Fraktionen. Das Bezirksamt solle sich daher zügig gegenüber dem Senat und der BVG für eine Ausweitung des Pilotprojekts „Barrierefreie Mobilität“ auf die U5-Bahnhöfe in Marzahn-Hellersdorf einsetzen. (bzj.)

Autor: Bezirksjournal, Autor unbekannt.

Text abrufbar unter: https://bezirks-journal.de/bahnhoefe-im-bezirk-so-gut-wie-kaum-barrierefrei/



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