Debatte um Radweg-Pläne auf der Biesdorfer Promenade

In seinem letzten Newsletter hat sich der baupolitische Sprecher der CDU, Christian Gräff, gegen den Ausbau eines Radweges auf der Biesdorfer Promenade ausgesprochen. Laut Gräff müssten die Anwohner*innen der Promenade bei einer Umwidmung der Grünanlage für die Straßenreinigung aufkommen. Für die Anwohner*innen sei dies ein Nachteil. Außerdem würde das Geld für den Bau der Verbindung dem eh schon knappen Budget des Bezirks an anderer Stelle fehlen, meint Gräff. Er würde das Geld lieber in die Sanierung von Straßen und Gehwegen in Biesdorf stecken. Diese seien noch lange nicht in dem Zustand, dass alle Generationen sich dort sicher bewegen könnten.

Für den Radweg hatten sich SPD und Grüne starkgemacht. Wie wir bereits im Februar berichteten, hatten sich sowohl Jahn Lehmann, SPD-Kandidat für Kaulsdorf und Hellersdorf, als auch Grünen-Sprecher Pascal Grothe für den Weg ausgesprochen. Der fünf Kilometer lange Fuß- und Radweg soll diagonal durch den Bezirk führen und von Alt-Mahlsdorf über den Bahnhof Wuhletal zum Helene-Weigel-Platz führen. Lehmann hatte die Route auf seiner Webseite skizziert.

Besonders Fußgänger*innen und Radfahrer*innen, die die Promenade überqueren würden, könnten vom „schnellen“ Radverkehr gefährdet werden, sagt Gräff. Im Juni will er deshalb die Nachbar*innen vor Ort zum Dialog zu dieser Problematik und weiteren Themen einladen.

„Ich möchte aus der Promenade in Biesdorf keine Teststrecke für Rennräder machen“, erklärt dagegen Lehmann. Ihm geht es darum, das bestehende Angebot, also die Wegequalität für beide Nutzungsgruppen zu verbessern. Auch Grothe sieht hier kein Problem. „Schon heute ist die Biesdorfer Promenade eine wichtige Verbindung für den Radverkehr. Eine gänzlich neue ‚Raddurchwegung‘ entsteht damit nicht“, erklärt er. Würde die Promenade auf Gehwegniveau im Bereich der Nebenstraße angehoben, würden vor Allem für mehr Barrierefreiheit gesorgt. „Wenn die Vorfahrtsregelung zugunsten der Promenade angepasst wird, dann bringt das eine Verkehrsberuhigung in den betroffenen Straßen und mehr Sicherheit für Fuß- und Radverkehr mit sich“, schrieb Grothe dazu bereits im Januar auf seiner Webseite.

Lehmann will auch Gräffs Argument bezüglich der Grünanlage nicht gelten lassen. Mit dem neuem Maßgaben des Mobilitätsgesetzes und möglichen Anpassungen der Straßenreinigungsvorgaben würde es Möglichkeiten geben, zu verhindern, dass Anlieger die Straßenreinigungskosten übernehmen müssen. Was das knappe Budget angeht, wünscht sich Lehmann eine Abkehr von Klientelpolitik. „Es gibt eine Menge Budget in der Stadt. Und viele Fußgänger und Radwegebudgets werden zweckentfremdet für den Straßenverkehr oder Parkplätze“, erklärt er.

Autor: Paul Lufter

Text abrufbar unter: https://leute.tagesspiegel.de/marzahn-hellersdorf/macher/2021/04/20/168227/debatte-um-radweg-plaene-auf-der-biesdorfer-promenade/?utm_source=TS-Leute&utm_medium=link&utm_campaign=leute_newsletter&utm_source=leute-marzahn-hellersdorf



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