„Grillen ist ein milieuübergreifendes Kulturgut“ – SPD fordert mehr öffentliche Grillplätze für Marzahn-Hellersdorf

Datum: 6. Mai 2021 | Kategorie: Aus der Presse

Liebe Nachbarinnen, liebe Nachbarn,

angeblich wartet der sonnige Frühling ja hinter der nächsten Ecke. Nach dem kalten April wird es aber auch wirklich langsam Zeit. Beim Gedanken an die warme Zeit haben viele wahrscheinlich schon die Grillzange im Anschlag. Aber für die freilich köstliche Feierlichkeit in Marzahn-Hellersdorf einen geeigneten Platz zu finden, ist gar nicht so einfach. Wenn man keinen eigenen Garten hat, ist man schnell aufgeschmissen, denn für den ganzen Bezirk gibt es genau einen öffentlichen Grillplatz. Die SPD hatte deshalb in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Antrag der Linksfraktion zu ihrer Priorität erklärt. Ihre Forderung: Mehr Grillplätze für Marzahn-Hellersdorf.

Das Thema hat eine gewisse Tradition im Bezirk. Wie die Fraktion der SPD auf ihrer Webseite mitteilt, wurde der bislang einzige Grillplatz 2014 eröffnet. Er befindet sich am Kletterfelsen im Eichepark. Seitdem herrscht Stillstand. „Grillen ist ein milieuübergreifendes Kulturgut“, erklärt Dmitri Geidel (SPD) „Besonders im Sommer ist bei Familien ohne Gärten und Freundeskreise das Bedürfnis nach öffentlichen Grillplätzen sehr hoch und kann von einem Grillplatz im Bezirk nicht gedeckt werden.“ Für Geidel ist die Grill-Frage eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Laut der zuständigen Bezirksstadträtin Nadja Zivkovic (CDU) ist das Problem jedoch komplex. Der Grillplatz am Kletterfelsen sei immer wieder von Vandalismus betroffen und habe ein Müllproblem. Deshalb sei es fraglich, ob neue Grillplätze alleinstehend in Grünanlagen platziert werden können.

Derzeit gebe es Gespräche mit verschiedenen Initiativen und Trägern. Die Idee ist hier, dass diese Grillplätze von den jeweiligen Partner*innen betreut werden. Damit könnten Müll und Vandalismus eingeschränkt werden. Aber auch hier gebe es Hürden, wie Zivkovic erklärt. Jeder Träger bräuchte eigene Lösungen, was die Einrichtung verkompliziert.

Die CDU beäugt die Priorisierung der SPD kritisch. „Es ist schon interessant, was die SPD in diesen Krisenzeiten priorisiert“, sagt Robert Kovalev (CDU). Er hält es nicht für sinnvoll, das Grünflächenamt nach geeigneten Grillplätzen zu suchen. „Die Prüfung von Grünflächen für Grillplätze stellt eine Mammutaufgabe dar“, meint Kovalev. Das Amt sei bereits mit der Pflege dieser Flächen ausgelastet. Björn Tielebein (Linke) gab dagegen – wie auch schon die SPD-Fraktion – zu bedenken, dass das Thema seit langer Zeit immer wieder auf dem Tisch der BVV landet.

„Wir führen diese Diskussion in jeder Legislaturperiode. Man kann das lächerlich machen, aber wenn ein Thema immer wieder kommt, scheint es doch wichtig zu sein“, erklärt Tielebein den Antrag seiner Fraktion. Er wünscht sich noch in dieser Wahlperiode einen Konsens. „Nicht, dass wir in der nächsten Wahlperiode wieder neu anfangen müssen“, sagt Tielebein. Auch die SPD-Fraktion will sich für weitere Gespräche mit potenziellen Kooperationspartner*innen einsetzen. Wer weiß, vielleicht steigt ja doch demnächst weißer Grillrauch über dem Bezirksamt auf. Habemus Grillplatz.



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