Kein Personalabbau in unserer Musikschule! Musikschule bleibt Musikschule!

Die Musikschule Marzahn-Hellersdorf ist in der Personalausstattung berlinweites, trauriges Schlusslicht. Dies liegt nicht etwa an einem mangelnden Interesse an Musikschularbeit oder fehlendem Engagement der Lehrenden. Vielmehr sind die schlechte Ausstattung und der Personalmangel als Gründe zu nennen. Nun soll im Zuge einer verwaltungsinternen Umstrukturierung innerhalb des Amtes für Kultur und Weiterbildung ein Stellenabbau in der Verwaltung der Musikschule folgen. Die SPD-Fraktion positioniert sich klar gegen den Personalabbau und fordert stattdessen die Musikschule personell zu stärken!

Die Musikschule nicht alleine lassen – Stellenaufbau jetzt!

Die Zahlen sprechen für sich – seit 2009 ist die Anzahl der Musikschüler/-innen in Marzahn-Hellersdorf von anfänglich 843 auf 4500 Schüler/-innen gestiegen. An der Musikschule arbeiten neben den 13 festangestellten Mitarbeiter/-innen, noch weitere 120 freie Musikschullehrer/-innen. Durch ihr Engagement werden jährlich 52.000 Unterrichtseinheiten erteilt, auch in und für die vielen Schulen im Bezirk. Dem gegenüber stehen zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen mit einem Stellenvolumen von 1,75 Stellen am Standort Maratstraße. Und das seit 30 Jahren unverändert! Diese Kolleg/-innen sind für eine Vielzahl an Aufgaben zuständig: Verträge mit den Schüler/-innen und Musikschullehrer/-innen, Kooperationen mit Kitas und Schulen, Anweisung von Geldern, Veranstaltungsmanagement sowie die Koordination des Betriebes der Musikschule vor Ort und vieles mehr. Das Fachamt für Kultur und Weiterbildung plant nun eine Vollzeitstelle der 1,75 VzÄ abzubauen bzw. intern umzusetzen. Damit verbleibt eine dreiviertel Verwaltungsstelle für die gesamte Musikschule. Das kann nicht sein!

Musikschule stärken!

„Diese Musikschulverwaltung ist bereits jetzt die kleinste Fachverwaltung im Land und leistet dabei Unglaubliches: Ein Schüler/-innenzuwachs von über 3500 Menschen in 12 Jahren ist beachtlich. Bereits jetzt sind 1,75 Stellen zu wenig! Andere Bezirke, wie etwa Steglitz-Zehlendorf haben über 10 Stellen in der Verwaltung der Musikschulen.  Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg jeweils 7. Nun soll eine Stelle (1 VzÄ) in unserem Bezirk von der Musikschule in den Innendienst der Verwaltung versetzt werden. Für uns als SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf ist das nicht nachvollziehbar. Ein von uns im Januar 2021 eingebrachter und sowohl durch den Kultur- als auch Hauptausschuss bereits einstimmiger beschlossener Antrag sieht eindeutig andere Pläne vor: Darin spricht sich die BVV nicht nur für den Erhalt der 1,75 VzÄ in der Musikschulverwaltung aus, sondern fordert darüber hinaus die kurzfristige Schaffung von mindestens zwei zusätzlichen Stellen die Musikschulverwaltung. Ebenso ist die Schaffung einer Stelle für hausmeisterliche Dienste im kommenden Doppelhaushalt vorgesehen und die Einführung eines eigenständigen Pförtnerbereichs, um mehr Sicherheit an der Musikschule zu gewährleisten“, erklärt Jennifer Hübner, Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. 

Zu wenig politische Lobby für unsere Musikschule im Bezirk 

Seit Beginn dieser Legislaturperiode gab es in der BVV vier Drucksachen zur Hans-Werner-Henze-Musikschule. Alle davon haben etwas gemeinsam: Sie haben den Erhalt bzw. Ausbau der Musikschularbeit und einen dortigen Stellenaufwuchs als politische Priorisierung gefordert. Der Berliner Koalitionsvertrag zwischen SPD/ Linke/ Grüne sieht bis September 2021 eine Erhöhung der Festanstellung an den Berliner Musikschule auf 25 Prozent vor. Indes sollen es sogar 75 Prozent sein. In Marzahn-Hellersdorf wurden die 25 % Festanstellung bislang nicht erreicht. Die Forderung scheint nicht auf das Interesse des Bezirksamtes zu stoßen. Kultur und Weiterbildung hat einfach keine Priorität. 

„In der Sondersitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 28. April 2020 zu der Musikschule wurde deutlich, dass der Abzug dieser Stelle die Leitung und das gesamte Team der Musikschule in eine schwierige Situation bringen würde. Wir nehmen dieses Thema ernst und versuchen gemeinsam mit den demokratischen Parteien eine annehmbare Lösung zu finden. Für die SPD-Fraktion ist klar, dass die Musikschule politische Priorität bekommen und nachhaltig gesichert sein muss. Sie leistet einen wichtigen Beitrag in der musikalischen Aus- und Weiterbildung der Marzahn-Hellersdorferinnen und Marzahn-Hellersdorfer. Dazu braucht sie 75 Prozent Festanstellung und einen ausreichenden Pool an Verwaltungsmitarbeiter/-innen. Sowohl im Bezirk, als auch an allen Musikschulen in Berlin“, sagt Christian Linke, Bürgerdeputierter im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung.



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