Kinder und Jugendliche dort abholen, wo sie sind – SPD-Fraktion fordert Paradigmenwechsel und den Ausbau von Streetwork im Bezirk

Berlin, 07.09.2020 – Die Kinder- und Jugendarbeit wird seit Beginn des Jahres durch ein neues Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz in Berlin gestärkt. Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf klärt auf, die aufsuchende Arbeit mit jungen Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. In einem aktuellen Antrag an die BVV fordert sie zusätzliche Mittel für Streetwork in Höhe von 90.000,00 Euro.

Paradigmenwechsel der Kommunalpolitik ist gefordert

In der aktuellen Legislaturperiode zeigen die Fraktionen der BVV sehr deutlich ihre Perspektive auf Kinder und Jugendliche. Erst Mitte 2019 wird das Bezirksamt zur „zunehmenden Störung öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Umfeld von Jugendclubs“ (1560/VIII) befragt. Auch die AfD bringt ihre Meinung über junge Menschen zum Ausdruck. Mitte 2018 fordert sie etwa. „den Beschwerden von Gewerbetreibenden und Gästen in den gastronomischen Einrichtungen des Eastgate nachzugehen“. Sie verweisen „auf die besondere Aggressivität und Rücksichtslosigkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (0842/VIII). Einen Antrag dan das Bezirksamt von Ende 2019 zum Cottbusser Platz lehnte der bezirkliche Jugendhilfeausschuss mehrheitlich ab. Auch hier für das Bezirksamt aufgefordert mehr Kontrolle auszuüben, um junge Menschen zu erziehen (1769/VIII). Erst in der August-BVV wurde der Biesdorfer Baggersee als neuer krimineller Hotspot im Bezirk in Verruf gebracht, wobei sich damit auf das Verhalten junger Menschen bezogen wurde.

SPD-Fraktion setzt auf Beteiligung –
Junge Menschen gehören zum öffentlichen Raum dazu

Die SPD-Fraktion verurteilt solch pathologisierenden Paschalaussagen und wirbt um einen Dialog der gemeinsamen Verständigung. Öffentliche Plätze sind nicht das Eigentum einzelner Gruppen – alle habe hier das Recht ihre Freizeit zu verbringen. Dazu gehören auch junge Menschen. Dass sich diese anders verhalten als Erwachsene gehört naturgemäß dazu und sollte nicht gleich zu einer grundsätzlichen Ablehnung junger Menschen im öffentlichen Raum führen. Im Gegenteil: Öffentlicher Raum muss durch junge Menschen mitgestaltet und entwickelt werden. Seit Jahren engagiert sich die SPD-Fraktion für die Einführung einer Spielleitplanung, in den letzten Monaten sogar für die Entwicklung des Bezirks zu einer kinder- und jugendgerechten Kommune.

SPD-Fraktion fordert Ausbau von Streetwork

Nicht alle Kinder und Jugendlichen besuchen Jugendclubs. Viele nutzen die bezirklichen Sportvereine, engagieren sich ehrenamtlichen oder bewegen sich mit ihren Freund/-innen im öffentlichen Raum. Streetwork kann die Kinder- und Jugendclubs ergänzen und birgt zwei verschiedene Varianten: Mobile Jugendarbeit bspw. durch die Umsetzung von Projekten wie Fußballturnieren oder Graffiti-Aktionen oder die mobile Jugendsozialarbeit einzelfallbezogene Maßnahmen, also die klassische Straßensozialarbeit für benachteiligte junge Menschen. Für beides fordert die SPD in einem Antrag nun die Bereitstellung von 90.000,00 Euro im kommenden Haushalt. „Straßensozialarbeit ist im Gesetz zwar nicht konkret geregelt, gehört jedoch zur gängigen Praxis einer lebensweltorientierten und aufsuchenden Kinder- und Jugendhilfe,“ so Jennifer Hübner, Vorsitzende der SPD-Fraktion.

Bereits im Jahr 2017 hat sich die SPD-Fraktion für den Ausbau von Streetwork eingesetzt. Shopping-Malls bspw. sind aus verschiedenen Gründen attraktive Orte für junge Menschen. Damals war es der Fraktion wichtig die Arbeit an diesen Orten erst zu ermöglichen, da es nicht ausreichend Geld für den Streetwork-Bereich im Bezirk gibt. Auch andere mobile Angebote liegen und lagen der SPD-Fraktion mit Beginn dieser Legislaturperiode am Herzen. Prominentes Beispiel hierfür ist Entwicklung einer Skaterhalle oder der Erhalt der Skater-Anlage im Liberty-Park.



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