Kulturpolitik in Marzahn-Hellersdorf: Mehr finanzielle Unterstützung für die Biesdorfer Parkbühne!

In den letzten 5 Jahren hat es der Bezirk versäumt, den kulturellen Betrieb an der Biesdorfer Parkbühne stärker in den Blick zu nehmen und damit auch langfristig zu stärken. Fehlende Einnahmen durch die Corona-Pandemie und eine ausbleibende finanzielle Unterstützung für Beschäftigte verstärken die angespannte Lage. Damit nach der Pandemie der kulturelle Betrieb ungehindert fortgeführt werden kann, muss die Biesdorfer Parkbühne mittel- und langfristig gefördert werden. Dafür setzt sich die SPD-Fraktion in der BVV ein!

Mehr finanzielle Unterstützung für den Betrieb vor Ort!

In einem aktuellen Anliegen an das Bezirksamt hat die SPD-Fraktion nach dem derzeitigen Zustand der Parkbühne gefragt. Darin wird deutlich, dass es das Bezirksamt in den letzten 20 Jahren versäumt hat, die Betreiber der Parkbühne – ähnlich wie beim Theater am Park – bei der Anstellung von Personal oder baulichen Investitionen vor Ort zu unterstützen. Um den Betrieb der Biesdorfer Parkbühne auch in den nächsten 50 Jahren zu sichern, braucht es aus Sicht der SPD-Fraktion einen Strategiewechsel des Bezirksamtes.

Die SPD-Fraktion fordert das Bezirksamt nun auf, die jährliche Zuwendung zwischen Bezirksamt und Betreiber finanziell aufzuwerten. „Die Biesdorfer Parkbühne ist kein kommerzielles Projekt, sondern wird durch eine Vielzahl engagierter Menschen getragen. Diese sollten aus unserer Sicht deutlich mehr unterstützt werden. Ob es sich dabei um Personalstellen oder Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter handelt, sollte gemeinsam mit dem Träger überlegt werden,“ so Jennifer Hübner, Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf.

Zum Schlosspark Biesdorf gehört eben mehr dazu!

Dass die Biesdorfer Parkbühne vor allem durch temporäre Fördertöpfe unterstützt wird, ist aus Sicht der SPD-Fraktion eine traurige Angelegenheit. Hier mal 30.000,00 Euro Mittel aus einem Landesprogramm für Freiwilliges Engagement (FEIN), dann mal 1.350,00 Euro aus dem Bezirkskulturfonds zeigen, dass der Träger vor allem auf sich selbst gestellt ist. Es braucht eine kontinuierliche und projektunabhängige Finanzierung der Biesdorfer Parkbühne, damit der Bevölkerung dort gute Kultur geboten wird. Eine anteilige Beteiligung des Bezirksamtes an den anfallenden Betriebskosten reicht nicht aus. „Man kann als Bezirksamt doch nicht einerseits JA zu Umsetzung des Biesdorfer Blütenfestes an genau diesem Standort sagen, aber NEIN zu einer besseren finanziellen Unterstützung. Aus kulturpolitischer Perspektive ist es befremdlich, dass sich in den vergangenen Jahren nicht mehr Menschen über die Biesdorfer Parkbühne im politischen Bezirksamt Gedanken gemacht haben,“ so Jennifer Hübner weiter.

„Im nächsten Doppelhaushalt sollte aus unserer Sicht mehr für die Biesdorfer Parkbühne drin sein, und das natürlich nicht zulasten des ohnehin schon ausgedünnten Kulturetats. Das sichert auch dem Träger eine langfristige Unterstützung! Ja, wir alle freuen uns über die Aufwertung des Schlosses Biesdorf. Das Engagement des Bezirksamtes darf aber nicht nur den eigenen Häusern und Einrichtungen gelten, sondern auch denen in freier Trägerschaft. Zum Schlosspark gehört halt eben mehr als das Schloss Biesdorf und der Park. Die Biesdorfer Parkbühne ist genauso ein wichtiger Teil und muss daher auch stärker unterstützt werden,“ beschreibt Hübner abschließend.

Biesdorfer Parkbühne nach Corona-Jahr stärken!

Durch die Corona-Pandemie verringerten sich die Platzkapazitäten im vergangenen Jahr auf unter 20 Prozent, obgleich zusätzliche Mitarbeiter/-innen zur Einhaltung der Hygienekonzepte eingestellt werden mussten. Der Umsatz der Parkbühne sank auf 11,6 Prozent im Vergleich des Vorjahres. „Das ist ein harter Einschnitt und zeigt, dass die harten Auswirkungen der Pandemie auf den Kulturbetrieb nicht nur in den Innenstadtbezirken eine große Rolle spielen,“ so Christiane Uhlich, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung. „Wir bedanken uns für das hervorragende Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Nur dank ihrer Besonnenheit und dem Austüfteln eines ausgefeilten Hygienekonzeptes war der Betrieb im Sommer 2020 überhaupt möglich.“, so Uhlich weiter. Es muss jetzt überlegt werden, wie die Biesdorfer Parkbühne in Anbetracht der fehlenden Einnahmen 2020 nun noch besser unterstützt werden kann. Das Bezirksamt ist aufgefordert, den Träger dabei ganz gezielt zu unterstützen. Die Entwicklung der Alten Börse, aber auch das Sterben der Kulturorte in der Stadt zeigen, dass Kultur zwar durchaus beliebt ist, aber oft nicht vor der eigenen Haustür. Die SPD-Fraktion bewertet diese Entwicklung ganz besonders kritisch. Auch Jugendkultureinrichtungen sind immer wieder von Einschränkungen zur Einhaltung des Berliner Immissionsschutzgesetzes betroffen.

Langfristige Sicherung durch Erbbaupachtvertrag!

Die Parkbühne in Biesdorf gehört zu den wichtigsten kulturellen Einrichtungen im Bezirk mit einem Alleinstellungswert über die Stadtteilgrenzen und Bezirksgrenze hinweg. Jährlich besuchen mehr als 15.000 Menschen die große Open Air-Fläche. Daher ist es unerlässlich die Parkbühne nicht aus dem Blick zu verlieren. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist die Prüfung und der Abschluss einer Erbbaupacht mit dem derzeitig aktiven Träger vor Ort in Betracht zu ziehen. So können die bestehenden Potenziale der Biesdorfer Parkbühne am besten weiterentwickelt werden und ein soziokulturelles Zentrum für den Bezirk entstehen, mit diversen Angeboten aus Bildung, Film, Musik, Tanz und Theater. Der derzeitige Betreiber hätte zukünftig Planungssicherheit und könnte eine tiefergehende Kooperation mit den Partnern vor Ort eingehen. Das Bestehen der Biesdorfer Parkbühne wäre langfristig gesichert.



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