Marzahn-Hellersdorf entscheidet sich für Kombibad am Jelena-Šantić-Friedenspark

Datum: 12. Oktober 2020 | Kategorie: Aktuelles, Aus der Presse

Berlin. Die Bezirksverordneten aus Marzahn-Hellersdorf haben sich auf einen Standort für ein Kombibad festgelegt. Die Entscheidung war eindeutig: 30 Bezirksverordnete stimmten in einer geheimen Abstimmung für ein Kombibad am Jelena-Šantić-Friedenspark in Hellersdorf. Der Standort am Biesdorfer Friedhofsweg erhielt 12 Stimmen. Damit kommt der Bezirk, der als einziger in Berlin kein eigenes Freibad hat, seinem Ziel ein Stück näher.

Ob es sich bei der Entscheidung nun um eine Empfehlung oder Festlegung handelte, wurde im Anschluss in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert. Die Finanzierung sei immer noch nicht geklärt, sagte der CDU-Bezirksverordnete Robert Kovalev. „Sollte der Berliner Senat sagen, wir möchten diesen Standort nicht finanzieren, nehmen wir halt den anderen.“ Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) beschwor die Bezirksverordneten, die Entscheidung für den Jelena-Šantić-Friedenspark ernst zu nehmen. Ohne präferierten Standort habe man keine Chance auf eine Finanzierung.

Freibad in Marzahn-Hellersdorf: Konkurrenz aus dem Nachbarbezirk

Wann das Kombibad entsteht und ob es überhaupt finanziert wird, steht noch nicht fest. Die Kosten sind dabei ein wichtiger Faktor. 18,9 Millionen würde der Bau eines Freibads am Jelena-Šantić-Friedenspark kosten. Ein Kombibad, bestehend aus Hallen- und Freibad, mit 32 Millionen hingegen viel mehr. Doch eigentlich bauen die Berliner Bäder-Betriebe keine Freibäder mehr, da diese unwirtschaftlich sind: Nur über die Sommermonate wäre das Bad geöffnet.

Zudem gibt es Konkurrenz aus dem Nachbarbezirk. Auch Lichtenberg wünscht sich ein neues Frei- oder Kombibad und hat bereits vor über einem Jahr mögliche Standorte vorgestellt. Mit dem Strandbad Orankesee verfügt der Bezirk zwar über ein privat geführtes Freibad. Pläne, wonach ein Bad am Tierpark entstehen könnte, könnten jedoch vom Senat bewilligt werden, da die Bezirksgrenze zu Marzahn-Hellersdorf in unmittelbarer Nähe verläuft. Zum Vergleich: Der von Marzahn-Hellersdorf vorgeschlagene Standort am Biesdorfer Friedhofsweg liegt nur drei U-Bahnstationen vom Tierpark entfernt.

Bewohner der Großsiedlung einbeziehen

Da die Abstimmung geheim verlaufen ist, lassen sich die abgegebenen Stimmen den Parteien nicht eindeutig zuordnen. Die SPD-Fraktion hatte sich jedoch schon im Vorfeld für den Standort am Jelena-Šantić-Friedenspark ausgesprochen. Sie habe persönlich pietätsbedingte Bedenken, ein Kombibad neben einem Friedhof zu errichten, sagte die SPD-Beisitzerin Liane Ollech im Anschluss an die Abstimmung. Der relevanteste Grund für die Entscheidung, das Bad in Hellersdorf zu bauen, sei jedoch die Nähe zu der Großsiedlung. Dort wohne mit 190 000 Menschen der Großteil der Bezirkseinwohner. In Biesdorf gebe es mit dem Biesdorfer Baggersee und den Kaulsdorfer Seen bereits Orte, an denen illegal gebadet würde. Realistisch gesehen wird sich das in der nächsten Zeit wohl nicht ändern.



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