Neuer Ärger mit der Schwimmhalle: Eröffnung verschoben

Datum: 20. Mai 2021 | Kategorie: Aus der Presse

Von ein paar Restarbeiten und einer Grundreinigung war die Rede, als die Berliner Bäderbetriebe Anfang April in einem aufwändigen Youtube-Video das Ende der zweijährigen Sanierung der Schwimmhalle „Helmut Behrendt“ am Helene-Weigel-Platz in Aussicht stellten (wir berichteten). Noch am 23. April konnte ein Sprecher keinen Eröffnungstermin nennen. Nun folgt der nächste Rückschlag: Wie Sportstadtrat Gordon Lemm (SPD) am Dienstagmittag mitteilte, haben die Bäderbetriebe die zwischenzeitlich für den 25. Mai geplante Wiedereröffnung auf den 17. Juli verschoben. „Als Grund nennen die Bäderbetriebe weitere, notwendige technische und hygienische Abnahmen“, schrieb Lemm auf seiner Facebook-Seite.

Der Bezirk muss nun in seiner eigenen Schwimmhalle im Freizeitforum die Notlösung fürs Schulschwimmen verlängern, das in diesem Schuljahr ohnehin nur sehr eingeschränkt stattfinden konnte. Sollten in nächster Zeit wieder Schwimmkurse im Rahmen der Corona-Regeln erlaubt werden, wollten die Bäderbetriebe versuchen, Zeiten in der Schwimmhalle an der Lichtenberger Sewanstraße bereitzustellen. Dass Berlin ab dem 21. Mai seine Freibäder öffnen will, hilft in Marzahn-Hellersdorf niemandem, denn im Bezirk gibt es ohnehin keine Bademöglichkeit im Freien. Nahezu kein Kind in der dritten Klasse, hatte die SPD-Fraktion schon in der vergangenen Woche geklagt, habe in diesem Jahr den Seepferdchen-Kurs absolvieren können.

Sie kündigte deshalb einen Antrag für die nächste BVV an, um diesem Problem doppelt entgegenzuwirken: Zunächst einmal fordert sie, zumindest die Schwimmhallen in Kaulsdorf und im Freizeitforum den ganzen Sommer zu öffnen. „Wir empfehlen dem Bezirksamt, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, dass gegebenenfalls temporär zusätzliches Personal in den Schwimmhallen eingesetzt wird, oder eine Kooperation mit dem DLRG oder dem DRK zu prüfen“, teilte der sportpolitische Sprecher Axel Hoppe dazu mit. Damit Kinder zumindest das Seepferdchen nachholen können, regt die Fraktionsvorsitzende Jennifer Hübner außerdem an, mit verschiedenen Organisationen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zu kooperieren. Ihre Idee: „ein wöchentlicher Aktionstag für den Schwimmunterricht, Aktionswochen oder andere Formate.“

Lemm erklärte dazu am Dienstag, er habe bereits an die Bäderbetriebe geschrieben und gebeten, auf Schließzeiten im Sommer zu verzichten, um die Ausfallzeiten, die auch durch die Pandemie entstanden sind, zu kompensieren. Das sei „das Mindeste“.



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