Neues Personalkonzept der SPD-Fraktion für Jugendamt einstimmig beschlossen

Berlin, 20.01.2020 – Der Jugendhilfeausschuss der BVV Marzahn-Hellersdorf hat einen Antrag der SPD-Fraktion über ein neues Personalkonzept im Jugendamt beschlossen. Der Antrag wurde in der Sitzung vom 20.11.2019 einstimmig angenommen.

Lange Zeit mussten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Jugendamtes damit leben, dass ihre Erfahrungen und Probleme nicht beachtet wurden. Unerfüllbare Fallzahlen, schlechte Bezahlung und dünne Personaldecken haben die Arbeit in diesem wichtigen Amt zunehmend erschwert. In Marzahn-Hellersdorf war die Belastung durch hohe Fallzahlen je Mitarbeiter/-in besonders stark.

Vor drei Jahren hissten in ganz Berlin die Jugendämter weisse Fahnen, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Mit den beschlossenen Änderungen soll nun eine Verbesserung der Situation im Bezirk und damit eine Angleichung an die teils besseren Verhältnisse in anderen Bezirken angestoßen werden. Kernelemente des neuen Konzeptes ist die Reduktion von Fallzahlen. Außerdem werden die inneren Strukturen anforderungsgerecht angepasst und die Vergütung verbessert.

„Mit den Kolleginnen und Kollegen eines so wichtigen Amtes kann es nur Solidarität geben, denn Ihre Arbeit ist für unseren Bezirk von unschätzbarem Wert. Das neue Personalkonzept ist ein Schritt in die richtige Richtung, mit dem die Arbeitsfähigkeit des Jugendamtes gesichert wird.“ so Jennifer Hübner, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion.

Auch unser Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) hat sich in den letzten Monaten für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen stark gemacht. In einem Interview der rbb Abendschau vom 21.01.2020, stand er Rede und Antwort. Siehe: https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200121_1930/jugendamt_lemm.html

Hintergrund:

Hintergrund des neuen Personalkonzeptes ist die Drucksache 1534/VIII.
Das neue Personalkonzept betrifft folgende Parameter:

Fallobergrenze:
Eine Sozialarbeiter*in soll im Jugendamt nicht mehr als 65 „Fälle“ bearbeiten bzw. nicht für mehr als für 65 Familien gleichzeitig zuständig sein. Die Fallobergrenze soll spätestens verbindlich im Jahr 2022 umgesetzt sein. In den Jahren 2020/21 darf die Fallobergrenze von 80 nicht überschritten werden. Dafür sind notwendige zusätzliche Stellen zu schaffen und zu besetzen.

Gruppenleitung:
Gruppenleitungen werden zu 100 Prozent fallbefreit und haben damit mehr Kapazität, sozialräumlich und interdisziplinär in der Bezirksregion zu arbeiten. Neue AP und BAK sind dafür zu entwickeln. Die Gruppenleitungen arbeiten infolge eines/einer neuen AP/BAK in der Entgeltgruppe 12.

Stellv. Gruppenleitung:
In den RSD-Teams sind stellv. Gruppenleitungen zu entwickeln, welche zu 25 Prozent fallbefreit sind. Die stellv. Gruppenleitungen arbeiten mit deren Gruppenleitungen eng zusammen, ggf. als Tandem. Zum Erreichen der E 11 sind neue APs bzw. BAK zu erstellen.

Regionalleitung:
Die BAK für die Regionalleitung sind weiterzuentwickeln und neu anzupassen. Analog zu anderen Bezirken im Land Berlin sollen diese in Zukunft mindestens eine E13 erhalten. Mit Einführung der SuE-Tarife im TV-L zum 01.01.2020 sind die vorgeschlagenen Einstufungen nach der alten Logik analog der SuE-Tarife neu einzugruppieren (siehe Rundschreiben der Senatsfinanzverwaltung 40-2019).

Supervision:
Alle Gruppen/Organisationseinheiten im Jugendamt erhalten mindestens einmal monatlich eine Supervision. Entsprechende Sachmittel sind zu verstärken.

Prämienzahlung:
Das Bezirksamt wird ersucht, bei besonderen und zusätzlichen Leistungen von der Prämienzahlung auch in Zukunft Gebrauch zu machen. Mindestens einmal im Halbjahr sind Führungskräfte angehalten, ihre Empfehlungen für Prämienzahlungen zu formulieren.



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