Newsletter November 2019

Datum: 21. November 2019 | Kategorie: Aktuelles, Newsletter

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

in diesem Monat hat die SPD-Fraktion einige Anträge und Anfragen in die BVV-Sitzung vom 21.11.2019 eingebracht. Viele der Themen – wie beispielsweise das Kulturforum Hellersdorf oder die Helle Mitte – begleiten unsere politische Arbeit schon seit langem.

Aber auch andere Themen haben es in diesem Monat auf die Agenda geschafft. So etwa die Bewahrung der Alten Börse als Wirtschafts- und Kulturstandort oder die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes.

Sie glauben wir haben ein Thema übersehen? Sprechen Sie uns an! Per Mail, telefonisch oder persönlich in unserer Bürgersprechstunde.

Herzliche Grüße

Ihre SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf

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Drucksache 1816/VIII – Tesla’s Gigafactory geht nach Brandenburg, jetzt Design- und Entwicklungszentrum für Marzahn-Hellersdorf gewinnen

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, bis zum 2. Februar 2020 eine Evaluation vorzulegen, weshalb der Clean Tech Business Park nicht den Zuschlag für den Bau der Gigafactory von Tesla erhielt. Insbesondere soll darauf eingegangen werden, wie sich das Bezirksamt bei den Verhandlungen verhalten hat und welche Lehren es für künftige Investoren daraus zieht. Auch soll dargestellt werden, um welche anderen Investitionen sich der Bezirk derzeit bemüht. Außerdem möge das Bezirksamt sich im Zuge weiterer Verhandlungen mit dem Tesla-Unternehmen für eine Ansiedlung des Design- und Entwicklungszentrums im Clean Tech Business Park einzusetzen.

Begründung:

Wir freuen uns für die Gemeinde Grünheide in Brandenburg für diesen Investitionszuschlag. Bis zu 7000 Menschen aus Berlin und Brandenburg werden dort einen Industriearbeitsplatz erhalten. Gleichzeitig fragen wir uns, warum Marzahn mit unserem Clean Tech Business Park nicht den Zuschlag erhielt. Wir wollen zusammen mit dem Bezirksamt in ein Gespräch kommen, wie wir es endlich schaffen können, dieses Gebiet zu entwickeln.

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Drucksache 1775/VIII – BVV-Beschluss umsetzen – Spielplatz Durlacher Platz in 2020 fertigstellen

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, den beschlossenen Spielplatz Durlacher Platz wie geplant im Jahr 2020 fertigzustellen.

Begründung:

Viele Menschen in Mahlsdorf haben sich für einen Spielplatz am Durlacher Platz engagiert. Auch die BVV hat den Bau beschlossen. Nach einigen Unklarheiten bezüglich des Baube-ginns, soll mit diesem Antrag klargestellt werden, zu wann die BVV den Spielplatzbau erwartet.

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Drucksache 1776/VIII – Fahrradprüfung für Kinder auch im öffentlichen Straßenverkehr

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, inwieweit die Möglichkeit besteht, das Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen die Fahrradprüfung auch im öffentlichen Straßenverkehr im Umfeld ihrer Schule ablegen können.

Begründung:

Die Regeln des Fahrradfahrens lernen die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse vorwiegend auf dem Übungsplatz der Jugendverkehrsschule – also in einem sicheren Raum. Die Prüfungen werden dann auch in dem vordefinierten Raum abgelegt, der Eventualitäten im Straßenverkehr nicht berücksichtigt. Viele Kinder suchen auch in der Freizeit die Jugendverkehrsschule auf und prägen sich den Streckenverlauf mit allen Verkehrsschildern und Ampelanlagen ein, um für die Prüfung gerüstet zu sein.

Wenn die Schülerinnen und Schüler jedoch im Umfeld ihrer Schule die Fahrradprüfung ablegen, werden sie einerseits für den Schulweg sensibilisiert und andererseits lernen sie undefinierte Situationen zu  meistern. Für die Prüfung bedarf es einer Aufsicht an der Prüfstrecke, die ehrenamtlich Tätige oder Schülerlotsen höherer Klassenstufen übernehmen könnten.

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Drucksache 1777/VIII – Helle Mitte wiederbeleben – Bezirksamt muss endlich handeln

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird ersucht, ein umfassendes Konzept zur Reaktivierung der Einkaufspassagen Helle Mitte zu entwickeln. Die relevanten Akteure sind an der Erarbeitung des Konzeptes mit einzubeziehen. Die Anwohnerinnen und Anwohner in Hellersdorf sind ebenfalls an der Erarbeitung des Konzeptes zu beteiligen. Das Bezirkskonzept „Aktive Zentren“ ist in diesem Zusammenhang zu evaluieren. Berichtstermin: 30.06.2020

Begründung:

Das Geschäftsareal rund um den Alice-Salomon-Platz ist gegenwärtig durch sehr viel Leerstand geprägt. Waren es früher H&M, C&A, Saturn oder Thalia, werden einige der leerstehenden Räumlichkeiten heute vor allem durch eine Hochschule und ein medizinisches Versorgungszentrum genutzt. Die einst florierende Helle Mitte erfüllt so nicht die Anforderungen der Anwohnerinnen und Anwohner an eine gute Nahversorgung. Der Zustand, in dem sich Helle Mitte befindet, besorgt zurecht die Hellersdorferinnen und Hellersdorfer und macht auf ein eklatantes Problem aufmerksam: Das Bezirksamt hat kein wirkungsvolles Konzept. Dies wurde auch in der BVV vom 24.10.2019 deutlich. Es braucht ein aktives Handeln, damit die Helle Mitte wieder das attraktive Areal für die Anwohnerinnen und Anwohner und Besucherinnen und Besucher ist.

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Drucksache 1778/VIII – Ein Kinder- und Jugendparlament für Marzahn-Hellersdorf

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird ersucht, ein Kinder- und Jugendparlament oder aber äquivalentes Instrument der politischen Demokratiebildung unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Das Kinder- und Jugendparlament soll gegen-über der Bezirksverordnetenversammlung antrags- und redeberechtigt sein.
Es ist zu prüfen, ob dem Kinder- und Jugendparlament ein jährlicher Finanzierungstopf zur Realisierung kleinerer Anliegen zur Verfügung gestellt werden kann. Zur Realisierung ist die Expertise des bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsbüros zu berücksichtigen.

Begründung:

Demokratiebildung ist ein wichtiges Anliegen unserer heutigen Zeit. Ein Kinder- und Jugendparlament kann dieses Anliegen unterstützen und jungen Menschen Gelegenheit zur Demokratieerprobung offerieren und einen wichtigen Betrag zum parlamentarischen Demokratieverständnis leisten. Beeindruckende Beispiele dafür sind die Kinder- und Jugendparlamente aus den Stadtbezirken Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.

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1779/VIII – Kontrolle von Parkverstößen vor der Kita Baumelbaum (Teterower Ring 36)

Die BVV möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, verstärkt Kontrollen durch die zuständige Behörde gegen Verstöße der STVO (Parkverbot), vor o.g. Kita durchzuführen.

Der BVV ist bis zum 31.03.2020 über die durchgeführten Kontrollen und Ergebnisse  zu berichten.

Begründung:

Vor der Kita sind Fuß- und Radweg sowie die Einfahrt zur Kita permanent zugeparkt, obgleich  Halteverbot vor der Einfahrt zur Kita und den der Kita gegenüber liegenden Häuser angeordnet ist. Das stellt nicht nur eine Gefahr für die Kinder durch mangelnde Straßeneinsicht dar, sondern gefährdet auch die Zufahrt für die Feuerwehr.

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Drucksache 1780/VIII – Zu DS 1476/VIII – Bau einer Fußgänger- und Radfahrer-Brücke über die Wuhle nördlich der Eisenacher Straße

Das Bezirksamt wird um Auskunft gebeten:

1. Trifft es zu, dass die Brücke geplant wurde, um Schülerinnen und Schüler aus Marzahn den Weg zum Sartre Gymnasium und Haeckel Schule zu verkürzen?

2. Wenn ja, weshalb wurde die Brücke dann doch nicht gebaut?

3. Wie kommen die Schülerinnen und Schüler jetzt zur Schule?

4. Trifft es zu, dass seit 20 Jahren auf einem Verwahrkonto beim Straßen- und Grünflächenamt noch 250 T€ für den Bau der o.g. Brücke deponiert sind?

5. Wann und weshalb hat die Grün Berlin GmbH eine Kostenermittlung für die Brücke in Höhe von 827 T€ erstellt?

6. Könnte statt einer Brücke ein nicht so teures anderes Durchlasswerk über die Wuhle gebaut werden?

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Drucksache 1789/VIII – Alte Börse als wichtigen Wirtschafts- und Kulturstandort in unserem Bezirk erhalten

Die BVV möge beschließen:

Dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird empfohlen, den zukünftigen Eigentümer der Alten Börse bei der Entwicklung des Geländes zu unterstützen. Das Interesse der bezirklichen Gesamtbevölkerung, der Anliegerinnen und Anlieger und das der Nachbarschaft sind im Interesse einer kreativwirtschaftlichen Ansiedlung, durch das Bezirksamt in Einklang zu bringen und zu begleiten. Das Bezirksamt soll gegenüber dem neuen Eigentümer die Relevanz der Braustube Marzahn und die der Alten Börse, als kulturellen und wirtschaftsfreundlichen Standort in Bezirk und Land, markieren.

Begründung:

Die Alte Börse ist ein wichtiger Kultur- und Tourismusstandort im Standbezirk Marzahn-Hellersdorf. Tagungsräumlichkeiten, ein Hostel aber auch die Braustube Marzahn und weitere Akteure aus der Kulturwirtschaft sind dort angesiedelt.

Der Standort hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht, sich als wichtiger Kulturstandort in unserem Bezirk zu etablieren. Verschiedene Interessen mussten immer abgewogen werden, auch zu Ungunsten des kulturellen Interesses des Betreibers vor Ort.

Im Interesse der Marzahn-Hellersdorferinnen und Marzahn-Hellersdorfer sollte der beliebte Treff in Zukunft stärker unterstützt werden. Noch immer gibt es keine tragfähige Lösung für die Anbindung des Standortes; auch nicht durch den ÖPNV. Alle Interessen müssen an den Tisch, sollten die gesamtbezirkliche Relevanz des Standortes jedoch nicht aus den Augen verlieren.

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Drucksache 1790/VIII – Kulturforum Hellersdorf raus – Jugendkunstschule rein? – Zum Umgang mit der Immobilie in der Carola-Neher-Straße 33 in Hellersdorf

Das Bezirksamt wird um Auskunft gebeten:

1. Welche Überlegungen und Entscheidungen existieren seitens des Bezirksamtes zur Wiederinbetriebnahme des Kulturforum Hellersdorf ohne eine Einsparung an Kulturangeboten in Hellersdorf vorzunehmen?

2. Wie wurden die Akteure des Trägers Kulturring Berlin, der den Standort über Jahrzehnte kulturell bewirtschaftet hat, an den Überlegungen und Entscheidungen beteiligt, auch bezugnehmend DS 0574/ VIII, DS 0828/ VIII und DS 0530/ VIII?

3. Wie wurden und werden die Anwohner/-innen und Hellersdorfer/-innen an der konzeptionellen Ausgestaltung des zukünftigen Kulturforums Hellersdorf beteiligt?

4. Warum wurde die BVV nicht über die neuen Entwicklungen informiert, wo sich diese doch für die Innenausstattung der Einrichtung mit Bezugnahme auf einen zukünftigen freien Träger als Bewirtschafter/-in (DS 1247/ VIII) eingesetzt hat?

5. Was passiert mit dem Standort der Jugendkunstschule am Kummerower Ring 44 in Zukunft?

Begründung

Das Kulturforum Hellersdorf ist eine Kultureinrichtung in Hellersdorf mit einem einzigartigen Format. Theaterunterricht, Ballettkurse, Chorangebote, Veranstaltungen und weitere Kulturaktivitäten für Menschen jeden Alters wurden hier in den vergangenen Jahrzehnten platziert. Das Kulturforum Hellersdorf war und ist eine prominente Kultureinrichtung des Bezirks, auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Seit einigen Jahren nun befindet sich der Standort in der Carola-Neher-Straße 33 in einer Sanierung, welche sich bis zum heutigen Zeitpunkt bereits verzögert. Was mit der Immobilie nach dem Ende der Sanierung geschehen soll, war bislang ungewiss. Nur eines schien in der mündlichen Debatte immer wieder deutlich, die Einrichtung soll zur Bewirtschaftung an einen Freien Träger übertragen werden, gekoppelt an ein Interessenbekundungsverfahren. Um im Rahmen eines IBVs allen Trägern gleiche Bedingungen zur ermöglichen, hat sich die BVV noch in der Haushaltsdebatte für die Finanzierung einer Innenausstattung der Einrichtung eingesetzt.

Nicht unweit vom Kulturforum befindet sich die Jugendkunstschule. Marzahn-Hellersdorf war der letzte Bezirk im Berlin, der eine Jugendkunstschule nach Berliner Modell konnte. Es gab verschiedene Ideen zur Realisierung; sogar Räumlichkeiten einer Jugendeinrichtung sollten dafür weichen. Die BVV hat sich immer für eine Eigenständigkeit der Jugendkunstschule ausgesprochen; die Einrichtung von Personalstellen innerhalb der Einrichtung unterstützt.

Im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung hat das Bezirksamt nun bekannt gegeben, dass die Jugendkunstschule in das neue Kulturforum Hellersdorf einziehen soll. Das Kulturforum im bisherigen oder ähnlichen Format soll so nicht mehr existieren, die Jugendkunstschule dafür ausgebaut werden. Geld zur Bewirtschaftung des Kulturforums wurde im Haushalt nicht eingestellt.  Auch wenn die Jugendkunstschule räumlich übersichtlich und ebenfalls sanierungsbedürftig ist, stellen sich zu dieser neuen Entwicklung verschiedene Fragen, die einer transparenten Aufklärung bedarf. Aus kulturpolitischer Sicht besteht an beiden Formaten ein wichtiges Interesse, die nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten.

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Drucksache 1788/VIII – Zum Theater am Park

Das Bezirksamt wird um Auskunft gebeten:

1. Wie weit ist die Umsetzung der BA-Vorlage Nr. 0290/VIII „Sanierung und zukünftige Entwicklung des Theaters am Park“?

2. Wie weit ist die Umsetzung der Drucksache – 1483/VIII „Transparenz und Bürgerbeteiligung beim Theater am Park“?

3. Wie lautet der aktuelle Stand zur Einrichtung des Beirats „Theater am Park“

Begründung:

Seit vielen Jahren bereits engagieren sich politische Parteien und Kulturakteure aus dem Bezirk für eine tragfähige Lösung für die Zukunft des „Theater am Park“. Fest steht, dass dies nur in enger Abstimmung mit allen Beteiligten und den Anwohnerinnen und Anwohnern rund um das Theater entwickelt werden kann. In einem von der BVV beschlossenen Antrag sollte noch im Jahr 2019 eine Einwohner/-innenversammlung durchgeführt werden.

Derzeit gibt es eine Vielzahl offener Fragen: Wer übernimmt die Bauträgerschaft für das Bauverfahren? Wann kommen die Fördermittel? In welches Fachvermögen wird die Immobilie während des Bauprozesses übertragen? Welche Akteure werden wann und wie an dem geplanten Verfahren beteiligt? Mit dieser Anfrage soll die BVV, ungeachtet einzelner Aktivitäten in den Fachausschüssen, umfassend über den aktuellen Stand aufgeklärt werden.



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