Sofortige Entmüllung und kulturelle Erschließung des Helene-Weigel-Platz! Mehr Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern!

Der Helene-Weigel-Platz am S-Bahnhof Springpfuhl ist einer der wichtigsten Plätze des Bezirks. Dass das Bezirksamt dies anscheinend anders sieht, zeigte bereits der verwahrloste Springpfuhlpark vor zwei Jahren und nun der katastrophale Zustand rund um das Kino Sojus. Statt einer kulturellen Aufwertung sollen auf dem Gelände nun zwei weitere neunstöckige Hochhäuser mit Supermarkt sowie ein neues Parkdeck entstehen. Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf kritisiert, dass diese Entscheidung ohne den Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern getroffen wurde und empfiehlt dem Bezirksamt, sich für ein Openair-Kino auf dem Helene-Weigel-Platzes einzusetzen.

Zwei neue Hochhäuser am Helene-Weigel-Platz geplant

Seit 2007 steht das Kino Sojus auf dem Helene-Weigel-Platz leer. Schon 2017 sollte es für einen Neubau abgerissen werden, doch passiert ist seitdem nichts. Stattdessen ist das ehemalige Kino immer weiter verfallen und das Grundstück vermüllt. Ein Zustand, den die SPD-Fraktion bereits im vergangenen Jahr in der BVV kritisierte. Doch statt sich für eine kulturelle Erschließung des Helene-Weigel-Platzes einzusetzen, sah das Bezirksamt hierfür keine Notwendigkeit. Bereits 2015 wurde eine gemeinsame Veranstaltung mit Kulturschaffenden (z.B. Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf) am Helene-Weigel-Platz zu einem Reinfall, da deren wichtige Impulse seitens des Bezirksamtes vollends ignoriert wurden. Die Anwohnenden wurde bis heute nicht einmal zur Entwicklung ihres Wohnortes befragt.

Eine Anfrage der Fraktion der Grünen im Abgeordnetenhaus zufolge plane der derzeitige Besitzer des Grundstücks nun den Bau von zwei neuen Hochhäusern mit Supermarkt, Parkplätzen und betreutem Wohnen. Knackpunkt in den Bauplänen sind die um das Kino herumliegenden landeseigenen Parkplätze, welche nur im Pachtverhältnis zur Verfügung gestellt werden würden.

Entscheidung hinter den Rücken der Bürgerinnen und Bürger

Die SPD-Fraktion bedauert, dass es im Vorfeld der Bebauungsmaßnahmen keinen Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern gegeben hat. Dmitri Geidel, stellvertretender Vorsitzende der SPD-Fraktion, erklärt: „Wichtige Plätze im Bezirk ohne die Beteiligung von Bürger/-innen umzugestalten, ist ein absolutes No Go. Die Entscheidung des Bezirksamtes vor 5 Jahre wurde hinter den Rücken der Anwohnerinnen und Anwohner getroffen. Sie wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Auf einer Dialogveranstaltung der SPD-Fraktion am Helene-Weigel-Platz am vergangenen Freitag wurde deutlich, dass die Situation und Neugestaltung des Areals rund um das ehemalige Kino Sojus ein wichtiges Thema ist und viele Menschen vor Ort bewegt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben sich an uns gewandt. Gerade dem Neubau der zwei Wohnhäuser mit Parkgaragen in den oben Stockwerken stehen sie kritisch gegenüber. Besonders bei einem bereits so dicht besiedelten Ort wie dem Helene-Weigel-Platz. Auch ein weiterer Rewe-Markt ist für sie nicht nachvollziehbar. Stattdessen wünschen Sie sich eine kulturelle Aufwertung, die Ansiedlung eines Cafés oder Ähnliches.“

SPD-Fraktion fordert Openair-Kino am Helene-Weigel-Platz

In der nächsten Bezirksverordnetenversammlung wird die SPD- Fraktion den Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohnern Nachdruck verleihen. Dazu Geidel weiter: „ Wir werden einen Antrag einbringen, der das Bezirksamt auffordert, eine Einwohner/-innenversammlung zum aktuellen Baustand einzuberufen. Die Anwohnerinnen und Anwohner haben das Recht, den Zeitplan nicht erst über die Medien zu erfahren, sondern früh genug, um gegebenenfalls noch Einfluss üben zu können. Des Weiteren fordern wir eine sofortige Entmüllung des Geländes des das Kinos Sojus. Außerdem wollen wir den Wunsch der Bürger/-innen nach kultureller Auswertung des Kiezes insgesamt ernstnehmen. Wir regen daher an, sich für die Durchführung eines Openair-Kinos während der Sommermonate auf dem südlichen Teil des Helene-Weigel-Platzes einzusetzen.“



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