SPD auf Schatzsuche

Datum: 27. Juli 2021 | Kategorie: Aktuelles, Aus der Presse

Der Schlossteich Biesdorf soll saniert werden, das sorgt für Schatzgräberstimmung. Denn unter dem Teich könnte sich das ein oder andere historische Artefakt verbergen. In den aktuellen Sanierungsplänen des Bezirksamts, kritisiert die SPD-Fraktion, würden mögliche archäologische Grabungen jedoch nicht mal mehr erwähnt. Jan Lehmann, Bürgerdeputierter der SPD-Fraktion im Hauptausschuss bedauert dies: „Da es sich hier um einen der höchsten Orte im Bezirk handelt, ist die Chance auf weitere spektakuläre Funde gegeben.“ Funde wie etwa die steinzeitliche Hirschmaske, welche vermutlich Schaman:innen für Rituale nutzten. Sie ist laut den Staatliche Museen zu Berlin einer der spektakulärsten Funde aus dem Forschungsareal Biesdorf.

In Biesdorf fand von 1999 bis 2014 die größte historische Grabung der Berliner Geschichte statt. Auf gut 22 Hektar Fläche konnten 10.000 Jahre Siedlungsgeschichte an der Wuhle dokumentiert werden. Ein essenzieller Teil dieser Geschichte war der Bau von Brunnen. Archäolog:innen konnten während der Grabungsarbeiten mehr als 100 Brunnen in verschiedenen Bauformen aus der Bronzezeit bis in das Mittelalter hinein dokumentieren.

Die SPD-Fraktion kritisiert, dass für die Sanierung noch kein durchdachtes Planungskonzept vorläge und die Sanierung sich viel zu lange hinziehe: Laut dem Bürgerverein „Freunde des Schloss Biesdorf“ hat die Fontäne bereits im Frühjahr 2018 ihren Betrieb eingestellt. Grund dafür sei „die Verkrautung und Verunreinigung“ des Teiches. Die Pumpe kann daher nicht genügend Wasser anziehen.

Das Bezirksamt betont, dass ihm Schloss Biesdorf und Park „ausgesprochen wichtig ist“. Dem SPD-Vorwurf entgegnet die Bezirksstadträtin für Grünflächen Nadja Zivkovic (CDU): „Da sich der Teich in einem sowohl denkmalpflegerisch wie auch naturschutzfachlich hoch sensiblem Umfeld befindet, müssen Planung, Bauausführung und Geräteeinsatz daraufhin abgestimmt werden. Dies bedarf einer gewissen Zeit.“

Die Entwurfsplanung liege bereits vor, erklärt Zivkovic: Der Schlossteich soll seine frühere Form und Wassertiefe erhalten und eine neue Fontäne nach dem Vorbild historischer Fotos. Dazu müsse der Teich entleert, der auf dem Teichboden liegende Schlamm ausgebaggert und eine neue Kunststoffdichtung verbaut werden. Aktuell werde die Ausführungsplanung erarbeitet. „Vorher, und das kann im besten Fall im Frühjahr (ca. ab Januar 2022) erfolgen, sind die zu schützenden Amphibienarten vor dem Einwandern in den Baustellenbereich zu hindern und umzusiedeln.“ Ein Baubeginn sei nur in der vegetationsfreien und außerhalb der Schutzzeiten für weitere dort lebende Arten möglich. Zuletzt hatte es noch geheißen, dass man im September dieses Jahrs mit den Arbeiten beginne.

Und was ist mit den Ausgrabungen? Auch das werde noch geprüft. Dafür seien die Untere- und Oberste Denkmalschutzbehörde eingebunden. Bis im Schlossteich Biesdorf wieder eine Fontäne sprüht, dauert es noch – so lange bleiben auch mögliche Schätze unter dem Teich verborgen.



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