Zu Weihnachten: Danke an alle Bürger/-innen und Träger für ihr jahrzehntelanges Engagement im QM-Gebiet Marzahn Nord

Berlin, 22.12.2020 – Ende dieses Jahres läuft das Quartiersmanagementgebiet im Marzahner Norden aus. Nach mehr als 20 Jahren Engagement bedankt sich die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf bei allen Beteiligten für ihr unermüdliches und kreatives Engagement. Der Dank geht an die Bürgerinnen und Bürger, das vor Ort arbeitende Quartiersbüro und die vielen Akteur/-innen im Stadtteil, welche diesen in den letzten Jahren trotz Herausforderungen zu einem lebendigen Kiez entwickelt haben. 

Marzahn Nord-West zwischen Chancen und Herausforderungen!

Seit 1999 wurde das Quartier im NordOsten Berlins mit mehr als 19 Mio. Mitteln aus dem Europa-Programm „Soziale Stadt“ infrastrukturell und soziokulturell unterstützt. Die Liste der realisierten Projekte ist lang und die Liste der beteiligten Partner/-innen ebenfalls. Unter der Regie des Trägers Kiekin gGmbH hat das QM-Büro in der Havemann Straße unterschiedlichste Projekte in den Bereichen öffentlicher Raum, Bildung, Arbeit oder Wohnumfeld für die etwa 23.600 Einwohner/-innen realisieren können. Anke Hilbrig und Gabriele Geißler als fortwährende Ansprechpartnerinnen für alle Belange im Kiez möchten wir ganz besonders danken. „Marzahn NordWest ist ein großartiger, gewiss aber nicht einfaches Quartier in unserem Bezirk. Arbeitslosigkeit, Kinderarmut, Altersarmut sowie die teilweise hohe Schuldistanz, prägen das Stadtbild“, kommentiert Jennifer Hübner, Fraktionsvorsitzende und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf. „Auch aus gewerblicher Perspektive gibt es zahlreiche Herausforderungen. Im gesamten Gebiet sind keine gewerblichen Bauflächen ausgewiesen, so gibt es beispielsweise bis zum heutigen Tag keine Drogerie. Aus Sicht der SPD-Fraktion war und ist die Arbeit des QM-Büros sowie deren Projektpartner/-innen für die Bezirksentwicklung von höchster Bedeutung“, sagt Günther Krug, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Abteilungsvorsitzender der SPD Marzahn Nord. 

Projekte des Quartiersmanagement Marzahn-NordWest regelfinanzieren!

Im April 2018 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen beschlossen, das Quartiersmanagement Marzahn-NordWest zum 31.Dezember 2020 zu verstetigen. Die SPD-Fraktion hat sich bereits damals gegen die Entscheidung des Senates gestellt und wiederholend die Unterstützung des Bezirksamtes zur Übernahme verschiedener Projekte in die Regelfinanzierung des Bezirksamtes gefordert . Bei einigen Projekte etwa dem Berliner Tschechow-Theater, welches mittlerweile durch das Jugend- und Kulturamt finanziert wird, hat das auch funktioniert.

Trotz Bemühungen der SPD-Fraktion wird das Quartiersmanagementverfahren zum Ende des Jahres eingestellt. Ohne finanzielle und personelle Unterstützung ist es nur schwer, an dem Guten der letzten 20 Jahre auch zukünftig festzuhalten. Speziell die periphere Lage des Großsiedlungsgebietes macht eine sofortige Positiventwicklung eher unwahrscheinlich. Einige Projekte, etwa das Familienprojekt Blockhaus oder das bezirksweitbekannte „Zukunftsdiplom für Kinder“ werden weitergeführt und auch die Entwicklung eines Bürgerhauses am Barnimplatzstehen auf der Tagesordnung. Alles Projekte, wo der SPD-Fraktion vor allem die Beteiligung der Menschen ganz besonders wichtig ist. Speziell die Wiederbelebung des Wochenmarktes auf dem Barnimplatz ist für die Fraktion dabei wichtig. 

SPD erkennt Bedeutung der QM-Marzahn-NordWest bereits seit Langem!

“Natürlich sind in den zwei Jahrzehnten Strukturen auf die Beine gestellt worden, welche nicht von heute auf gleich verschwinden dürfen. Viele Projekte werden ab 2021 jedoch leider eingestrichen. Wir als SPD-Fraktion bedauern es, dass nicht alle wichtigen Sozialprojekte aus der Nachbarschaft durch das Bezirksamt weiterfinanziert werden. Die derzeitigen Zahlen zur Bevölkerung machen klar, dass Armut sowie Sprach- und Bildungsherausforderungenweiterhin stark ausgeprägt sein werden und den Kiez vor Aufgaben stellt. Da können wir nicht einfach wegschauen, sondern brauchen gemeinsam kluge Ideen. Wir, als SPD-Fraktion haben dazu in den letzten Jahren einige Vorschläge unterbreitet bspw. die Reduzierung von Casinos und Shishabars, der Erhalt des Tschechow-Theaters, die Schaffung eines barrierefreien Bahnhofs Ahrensfelde, eine Drogerie für den Kiez oder die Begleitung der Entstehung eines neuen Bürgerhauses am Barnimplatz,“ so Jennifer Hübner. „Wir fordern das Bezirksamt auf zu prüfen, ob Projekte im Jugendbereich durch den finanziellen Aufwuchs aus dem neuen Kinder- und Jugendförderungsgesetz weitergeführt werden und somit vor einem Ende bewahrt werden können“, Hübner weiter. 

„Die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf setzt sich bereits seit Längerem mit der Verstetigung des Gebietes auseinander. In einer Großen Anfrage aus dem Jahr 2018 haben wir uns an das Bezirksamt gewendet und gefragt, wie sich eine Verstetigung vor dem Hintergrund der vor Ort ansässigen Herausforderungen, vorgestellt wird. Wir haben die große Bedeutung des Quartiersmanagements in Marzahn-NordWest immer gewürdigt und werden uns weiterhin für den Erfolg der Projekte vor Ort starkmachen”, sagt Günther Krug abschließend.



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