Zum Bau einer Ampel in Mahlsdorf – Nun springt die CDU auf den fahrenden Zug!

Die unendliche Geschichte einer Ampel geht in die nächste Runde. Der Bau der Ampel in Mahlsdorf begleitet die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Christiane Uhlich bereits seit 25 Jahren, das ist fast Ihre ganze politische Karriere! Allein in dieser Wahlperiode hat Christiane Uhlich 6 Drucksachen eingereicht, die zu dieser Thematik nachfragen; von den anderen Fraktionen gab es keine einzige. Unter dem Titel „Grüner wird es nicht“berichtet nun auch die Süddeutsche Zeitung zum Sachverhalt.

Auch die CDU Marzahn-Hellersdorf scheint indes aufgewacht zu sein: Bei der Vorstellung des CDU-Wahlprogramms wurde die Farce von dem CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet aufgegriffen und korrekterweise als „Behörden Ping-Pong“ bezeichnet. „Der Bau der Ampel hat für uns oberste Priorität, das ist ganz klar! Dennoch finden wir es ein wenig befremdlich, dass die bezirkliche CDU sowie die Bundes-CDU jetzt kurz vor der Fertigstellung der Ampel auf den Zug aufspringen. Die Zeit, die ich damit verbracht habe, dem Verkehrssenat sowie dem Bezirk hinterher zu telefonieren, hat diese Ampel schon ein wenig zu meinem politischen Baby gemacht“, sagt Frau Uhlich. 

Nochmal zusammengefasst – Die unendliche Geschichte der Ampel 

Wie bereits in einer Pressemitteilung im Januar dieses Jahrs zusammengefasst, geht der Bau der Ampel Rahnsdorfer Straße / Hultschiner Damm in die 90-er Jahre zurück. Damals forderte das damalige Bezirksamt Hellersdorf eine Lichtsignalanlage zur Schulwegsicherung für die Schülerinnen und Schüler der damals neu errichteten Kiekemal-Grundschule. Daraufhin ist nichts passiert. Im Kinderstadtplan Mahlsdorf-Süd wird diese Kreuzung bereits seit Jahren als besonders gefährdet für Kinder bezeichnet. Die häufigen Unfälle hat die Unfallkommission 2006 veranlasst, die Ampelanlage an der Einmündung endlich zu beschließen.

„Trotz Beschlussfassung kam der Bau der Ampel einfach nicht voran! Erst konnten sich das Bezirksamt und die Berliner Wasserbetriebe (BWB) bis 2017 nicht auf die Entwässerung der Straße einigen, da die Kreuzung in einem Wasserschutzgebiet liegt. Dann haben ein Wasserrohrbruch und veränderte Ampel-Richtlinien den Bau verzögert. Im Jahr 2019 mussten die Pläne erneut verändert werden, Grund dafür war, dass die Lage und Signalzeiten der Ampel nicht vereinbar mit der Bushaltestelle waren. Im letzten Jahr hat sich der Bau auf Grund der Covid-19 Pandemie weiter verzögert“, fasst Christiane Uhlich die Leidensgeschichte einer Ampel zusammen, die seit mehr als 25 Jahren gebaut werden soll. Nun scheint es aber pünktlich zum Ende der aktiven politischen Karriere von Christiane Uhlich, endlich loszugehen. 



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