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Entlastung, Wertschätzung, Ressourcenentwicklung: SPD-Fraktion entwirft Personalkonzept zur Stärkung des Jugendamtes

Datum: 14. Juni 2019 | Kategorie: Aktuelles

In Marzahn-Hellersdorf, einem der kinderreichsten Bezirke Berlins, operiert das Jugendamt an seiner Kapazitätsgrenze: Personal ist knapp, der Betreuungsbedarf hoch, die Fälle pro Mitarbeiterin oder Mitarbeiter zu zahlreich – vom bürokratisch-dokumentarischen Aufwand ganz zu schweigen.

Dringend nötig sind Fallobergrenzen und eine bessere Vergütung mit Prämienzahlungen – und somit neue Stellen

Angesichts des gewaltigen Betreuungsaufwands, den die Sozialarbeiter des Jugendamtes im Bezirk zu bewältigen haben, verlangt die SPD-Fraktion ab sofort eine Obergrenze pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter, die 65 Familien nicht übersteigen darf. Nur so kann gewährleistet werden, dass individuell auf spezifische Herausforderungen in den hilfebedürftigen Familien eingegangen werden kann, um für Kinder und Eltern qualitativ und quantitativ angemessene Hilfsangebote zu planen und umzusetzen. Der dafür notwendige Stellenaufwuchs muss vom Bezirksamt veranlasst werden.

Mehr Geld für Gruppenleitungen, deren Stellvertreter und Regionalleitungen

Gruppenleitungen sollen von nun an besser bezahlt und zu 100 % von Fallbetreuungen befreit sein, um sich ganz den Koordinations- und Führungsaufgaben widmen zu können. Die so frei gewordenen Kapazitäten verschaffen den Gruppenleiterinnen und -leitern Luft für sozialräumliches und interdisziplinäres Engagement im Bezirk. Vor allem müssen auch stellvertretende Gruppenleitungen qualifiziert werden: Neben einer ebenfalls höheren Entlohnung soll auch es auch bei ihnen eine Reduzierung der Fälle geben – ein Viertel weniger, um Möglichkeiten permanent enger Abstimmung mit der Gruppenleitung zu schaffen. Analog zu bestehenden Strukturen in anderen Berliner Bezirken müssen auch die Regionalleitungen entwickelt, angepasst und gehaltsmäßig angemessen eingruppiert werden.

Verbeamtung wichtig, Supervision als Reflexions- und Coaching-Instrument ebenso

Angesichts der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung ihres Tuns, ihrer hoheitlichen Eingriffsrechte und erzieherischen Befugnisse muss man in Betracht ziehen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamts künftig zu verbeamten. Nicht zuletzt wäre dies ein Zeichen der Wertschätzung. Wer jeden Tag Entscheidendes unter sozialpädagogisch herausfordernden Umständen leistet, benötigt überdies eine Reflexionsinstanz, um gute Arbeit noch besser umsetzen zu können. Die Antwort darauf ist eine monatliche Supervision. Mitunter kann dieser „Blick von außen“ als psychosoziales Coaching entscheidende Impulse für ein noch besseres Gelingen der Arbeit im Jugendamt geben.