Bild von einem Stethoskop über einem Arztbrief. Text: "Pressemitteilung"

Zukunft des Medizinischen Versorgungszentrums am Kienberg gesichert

Datum: 28. November 2023 | Kategorie: Aktuelles, Pressemitteilungen

Die fachärztliche Versorgung in Marzahn-Hellersdorf ist nicht ausreichend sichergestellt. Besonders stark fällt der Mangel im Bereich der Neurolog:innen (80,9 % gegenüber 116,4 % berlinweit) aus. Daher schlug die Meldung, dass die Praxis für Nervenheilkunde im Kienberg-Forum schließen soll, hohe Wellen.

Im Rahmen einer Großen Anfrage erkundigte sich die SPD-Fraktion, welche Informationen seitens des Bezirksamtes dazu vorliegen und ob seitens des Amtes Gespräche unternommen wurden, um die Praxis vor der Schließung zu retten. Dabei teilte das Bezirksamt mit, dass sofort nach Bekanntgabe Gespräche unternommen wurden, um zwischen dem Betreiber, dem Vermieter, der kassenärztlichen Vereinigung (KV) sowie der Neurologin zu vermitteln. Dabei konnte erreicht werden, dass die Fachärztin im Kienberg-Forum bleiben kann.

„Unser Bezirk weist mit rund 2,9 % Bevölkerungswachstum eines der stärksten Zunahmen aller Berliner Bezirke auf. Eine ausreichende medizinische Versorgung bleibt dabei häufig auf der Strecke. Besonders für die jungen Familien sowie für die Seniorinnen und Senioren bei uns im Bezirk braucht es jedoch eine ausreichende Versorgung mit Ärztinnen und Ärzten, die niedrigschwellig und auch ohne Auto gut erreichbar sind. Besonders im Angesicht der schlechten Versorgungslage mit Neurolog:innen freuen wir uns sehr, dass Gesundheitsstadtrat Gordon Lemm einen Verbleib der Ärztin im Kienberg-Forum sichern konnte. Als SPD-Fraktion werden wir auch weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um die ärztliche Versorgung bei uns im Bezirk stetig zu verbessern.“, so Stephanie Inka Jehne, Mitglied im Gesundheitsausschuss und Vorsitzende des Hauptausschusses.

Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Gesundheit, ergänzt: „Uns als Bezirk stehen leider nur wenige Instrumente zur Verfügung, mit denen wir selbst auf die Ansiedlung von Ärzt:innen hinwirken können. Das grundlegende Problem bezüglich der ärztlichen Versorgung ist jedoch weiterhin, dass der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten nur für ganz Berlin geplant wird. Damit bleiben die Unterschiede zwischen und auch innerhalb der Bezirke groß. Der weitere Verlust einer Facharztpraxis hätte dieses Problem noch einmal deutlich verschärft. Ich freue mich sehr, dass wir innerhalb kurzer Zeit eine Lösung finden konnten und die Neurologin nach aktuellem Stand auch weiterhin in der Praxis bleiben und Sprechstunden anbieten kann. Damit sich die ärztliche Versorgung bei uns im Bezirk strukturell verbessert, setzen wir uns dafür ein, die Planungsräume für Ärzt:innen umzustrukturieren. Bezirke mit schlechter ärztlicher Versorgung sollen zusammengefasst werden, damit so besser nachgesteuert werden kann.“



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