Aufarbeitung der Folgen der Corona-Pandemie – SPD-Fraktion legt Schwerpunkt auf die Anliegen von Kindern, Jugendlichen und Familien

Berlin, 28.05.2020 – Zu Beginn der parlamentarischen Aufarbeitung der Corona-Pandemie, fordert die SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf in einem Schwerpunktantrag an die BVV, die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien in den kommunalpolitischen Fokus zu rücken.

Folgen der Corona-Pandemie für Familien

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – Schließung von Kitas, Schulen sowie Unterstützungs- und Freizeitangeboten für Kinder, Jugendliche und Familien, veränderte Arbeitswelten einhergehend mit geringerem Einkommen, u.v.m. – haben bei vielen Familien große Umwälzungen des alltäglichen Lebens verursacht. Eine umfassende und verlässliche Dokumentation zum Ausmaß der Folgen für Familien gibt es noch nicht. Einige Zahlen sind jedoch Indikatoren, für die Dringlichkeit politischen Handelns.

Während der Corona-Maßnahmen, verzeichnete die Berliner Polizei einen Anstieg der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um 10%. Eine Umfrage der HKK unter Müttern und Vätern hat ergeben, dass sich 50% der Väter und 30% der Mütter derzeit vor allem aufgrund der Herausforderungen in der Kinderbetreuung belastet fühlen. Rund 40% der befragten Eltern wünschen sich neben mehr finanzieller Unterstützung auch dringend Entlastung bei der Betreuung ihrer Kinder. „Isolation auf engen Raum, Home-Schooling, fehlender Großeltern-Besuch, nicht betretbare Spielplätze und geschlossene KiTa und Jugendclubs hinterlassen Spuren bei allen Familienmitgliedern. Umso wichtiger ist, insbesondere dieser Gruppe unserer Gesellschaft jetzt besondere kommunalpolitische Aufmerksamkeit zu schenken,“ so Jennifer Hübner, Vorsitzende der SPD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf.

Entlastung durch schulische Bildung

Um Eltern dahingehend zu entlasten, benötigen Kinder und Jugendliche wieder die Perspektive schulischer und außerschulischer Bildung. „Aus diesem Grund befasst sich ein Teil des Antrags mit der Sicherstellung der hygienischen Voraussetzungen an den Schulen, um eine Wiederinbetriebnahme der Schulen zu realisieren. Außerdem sollten nicht genutzte Sportplätze den Schulen bis zum Unterrichtsschluss für den Schulsport zur Verfügung stehen.“ so Axel Hoppe, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Entlastung durch außerschulische Bildung

Da noch nicht vollständig gesichert ist, ob und wann alle Schulen wieder in einen normalen Betrieb überführt werden können, muss zur Entlastung der Kinder, Jugendlichen und Eltern auch die außerschulische Bildung gesichert und ermöglicht werden. „Das Bezirksamt muss dazu in den Kontakt mit Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen treten und diese bei der Öffnung unterstützen. Dazu gehört die Finanzierung der Reinigung durch das Bezirksamt, um die notwendigen Hygienestandards herzustellen, aber vor allem auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, um akute Bedarfe zu erörtern. Dasselbe gilt auch für die Wiederaufnahme der Arbeit von Straßensozialarbeiter/-innen,“ so Jennifer Hübner, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion. „Die Kolleg/-innen der Kinder- und Jugendhilfe haben während der vergangenen beiden Monate hervorragende Arbeit geleistet und sind über sich selbst hinausgewachsen. Die SPD-Fraktion bedankt sich außerordentlich für das Engagement. Doch jetzt müssen auch sie gefragt werden, wo der Schuh drückt und welche Bedarfe es gibt“, so Hübner weiter.

Weitere Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familie

„Hinzu kommt, dass die Träger von Kindertagesstätten weitere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, um weitere Notbetreuung zu ermöglichen. Außerdem sollte die zu Beginn des Jahres zugesagte Kostenübernahme für Ferienreisen von Kindern und Jugendlichen nicht abgesagt werden. Das Bezirksamt ist aufgefordert zu prüfen, welche Reiseziele unter den beschlossenen Maßnahmen im Sommer wahrscheinlich sind.“ so Dmitri Geidel, Mitglied des bezirklichen Jugendhilfeausschuss.

Um Familien über die Wiederherstellung der Angebote und neue Entwicklungen zu informieren, müssen die Einrichtungen der Familienförderung ebenfalls bei der Öffnung und Kontaktaufnahme mit Familien unterstützt werden. Die vielen guten Vorschläge dieses Vorstoßes können auch nur genutzt werden, wenn die Familien darüber in Kenntnis gesetzt werden.



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