Situation der Testzentren ungenügend! Kreis und Fraktion der SPD Marzahn-Hellersdorf verlangen mehr Standorte, eine Reduzierung der Wartezeit und andere Bedingungen vor Ort!

Marzahn-Hellersdorf weist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 130 nach wie vor eine überdurchschnittlich starke Infektionslage in Berlin auf. Die mangelnden Testkapazitäten im Bezirk tragen nicht dazu bei, das Infektionsgeschehen im Bezirk unter Kontrolle zu bekommen. Lange Wartezeichen unter schwierigen Bedingungen sind für die SPD Marzahn-Hellersdorf kein akzeptabler Zustand. Deshalb fordern der Kreisverband und die Fraktion, die schwierige Situation vor Ort endlich ernst zu nehmen.

Wartezeiten durch bessere Serviceleistungen verringern!

Lange Wartezeiten, fehlende sanitäre Einrichtungen und wenig Sitzmöglichkeiten – dies ist die Situation des Testens in Marzahn-Hellersdorf. Das liegt häufig nicht am mangelnden Einsatz der Helfenden in den Test- und Impfstationen, sondern an der mangelnden digitalen und analogen Testinfrastruktur im Bezirk. Jennifer Hübner, Vorsitzende der SPD-Fraktion in der BVV, sieht vor allem in der Digitalisierung der Testabläufe Verbesserungspotenzial: „Es ist für uns nicht hinzunehmen, dass Bürger/-innen zum Testen mehr als eine oder manchmal zwei Stunden anstehen müssen. Die Wartezeit muss reduziert werden durch Vergabe von Zeitfenstern nach Anmeldung oder durch Information der Testpersonen per SMS, das sie jetzt zum Testen kommen können. Das ist heute Stand der Technik. Wenn das System mit den Tests als Zugangsvoraussetzung zum Frisör, Shoppen und Besuchen von den Bürger/-innen akzeptiert werden soll, muss der Servicegedanke eine größere Rolle spielen.“

Digitalisierung ist nicht alles – Alternativen für ältere Personen

Im Hinblick auf die Altersstruktur in Marzahn-Hellersdorf müssen neben der Digitalisierung auch Alternativen für ältere Personen geschaffen werden. Liane Ollech, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD in der BVV, erklärt: „Es ist gut und sinnvoll, die Testabläufe für jüngere Personen digital, schnell und einfach zu gestalten. Allerdings dürfen wir auch die älteren Menschen im Bezirk nicht vergessen. Gerade für die Generation 70 plus ist das Testen eine große Herausforderung. Hier brauchen wir alternative Konzepte, die von der reinen Digitalisierung der Testabläufe abweichen.“

Drive-in-Tests für Marzahn-Hellersdorf!

Neben der mangelnden Serviceleistung stellt auch die Erreichbarkeit der Testzentren immer wieder die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk vor größeren Herausforderungen. Iris Spranger, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und Kreisvorsitzende der SPD, erklärt: „Wir dürfen im Betrieb der Testzentren nicht die Menschen vergessen, für die sie gedacht sind. Der Zugang muss leicht und einfach sein. In anderen Ländern gibt es längst drive-in-Tests. Da kommt jeder Auto- oder Radfahrende sofort dran. Das gibt es auch bereits in anderen Bezirken. Warum nicht bei uns in Marzahn-Hellersdorf? Für zu Fuß Gehende müssen Sitzgelegenheiten und bei diesem Wetter gegebenenfalls Überdachungen gewährleistet werden. Leicht zugängliche Toiletten sind genauso wichtig.“

Berlins Außenbezirke beim Testen mitdenken!

Nicht nur in der Qualität der Ausstattung, sondern auch in der reinen quantitativen Verteilung der Testzentren hat Marzahn-Hellersdorf gegenüber anderen Berliner Bezirken das Nachsehen. Seit Anfang März ist es zwar auch möglich, sich in Apotheken auf das Coronavirus testen zu lassen. Allerdings reichen die neugeschaffenen Kapazitäten nicht aus, um den Bedarf zu decken. Gordon Lemm, Stadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie, appelliert an den Senat: „Marzahn-Hellersdorf ist mittlerweile der drittälteste Bezirk in Berlin. Wir müssen darauf achten, dass die Testzentren auch in einem so flächenmäßig großen Bezirk mit Augenmaß verteilt werden. Es ist auch nicht zu akzeptieren, dass auch bei den Testzentren die Außenbezirke nach Nachsehen gegenüber der Innenstadt haben. Wir werden gemeinsam im Bezirksamt prüfen, ob wir dem Senat Flächen anbieten können, damit schnell ein weiteres Testzentrum entstehen kann. “

Nachhaltige Räumlichkeiten für Testzentren schaffen!

Es gehe jedoch nicht nur darum, einfach neue Testzentren zu schaffen, sondern nachhaltige und langfristige Standorte zur Entspannung der derzeitigen Situation auszumachen, erklärt Jan Lehmann, stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD: „Bei der Vergabe des Betriebs der Testzentren muss darauf geachtet werden, dass nicht nur einfach Veranstaltungshallen umfunktioniert werden. Denn häufig sind dort die Toiletten nicht barrierefrei. Es kommt hinzu, dass gerade diese Räume zum Ende der Pandemie wieder genutzt werden, sobald es die Situation zulässt. Eine durch ein Testzentrum blockierte Veranstaltungshalle würde das verhindern. Auch ist es sinnvoll zu prüfen, dass nicht nur private, sondern auch gemeinnützige Anbieter stärker in die Planungen einbezogen werden.“



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